Auf der Suche nach Impflücken
17.01.2008 | 17:30 Uhr 2008-01-17T17:30:31+0100Kreisgesundheitsamt startet in der nächsten Woche aufwändige Aktion. Pässe von 75 000 Schülern werden überprüft
Um Impflücken zu erkennen und zu schließen, startet das Kreisgesundheitsamt ab Montag, 21. Januar, eine aufwändige Aktion. Die Mitarbeiter überprüfen die Impfpässe der Kinder und Jugendlichen an mehr als 100 weiterführenden Schulen, einschließlich des Berufskollegs, im Kreis Recklinghausen. Eingebunden ist die Aktion in eine landesweite Kampagne des NRW-Gesundheitsministeriums. Dabei werden über 75 000 Impfpässe durchgesehen, ob z. B. der Schutz gegen Masern eingetragen ist. Durch die Aufklärung erhalten Eltern und Schüler die Möglichkeit, den Impfschutz beim Kinder- oder Hausarzt nachzuholen, so Dr. Ulrike Horacek, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes.
Die Lehrer haben den Auftrag, die Impfpässe klassenweise einzusammeln. Dr. Ulrike Horacek hofft, dass die Eltern sich nicht gegen diese Aktion sperren. In den Untersuchungsstellen des Kreisgesundheitsamtes werden die Pässe dann überprüft und möglichst schnell an die beteiligten Schulen zurückgegeben.
Die zweite Phase der Impfkampagne wird nach den Osterferien stattfinden und in einem "aufsuchenden Angebot" bestehen. Dabei werden "Nachzügler" gebeten, den Impfschutz aufzufrischen. Bei dieser Aufgabe sichert sich das Kreisgesundheitsamt die tatkräftige Unterstützung der niedergelassenen Mediziner.
Dr. Schmutte als Obmann der Kinder- und Jugendärzte im Kreis: "Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Verantwortung für einen ausreichenden Impfschutz der Kinder im Kreis gemeinsam tragen." Im Vorlauf hat das Kreisgesundheitsamt bereits gute Erfahrungen gemacht. Als gelungenes Beispiel einer guten Kooperation zwischen Schule, Eltern und Kreisverwaltung ist die Realschule Haltern zu nennen, die praktisch zum Testfall wurde. "Völlig problemlos", berichtete eine zufriedene Dr. Ulrike Horacek, konnten kürzlich über 800 Impfausweise kontrolliert werden. Weiterer Grund zur Freude: Nur 16 Schülerinnen und Schüler waren völlig umgeimpft gegen Masern.
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