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Auch 2016: 1000 Flüchtlinge nach Castrop-Rauxel

13.02.2016 | 10:08 Uhr
Die Großnotunterkunft in Castrop. Rechts und links im Gang geht es zu den 36 Quadratmeter großer Parzellen. Im Januar diesen Jahres sind hier die ersten Flüchtlinge eingezogen. Auch in diesem Jahr werden in Castrop erneut 1000 Flüchtlinge erwartet.
Die Großnotunterkunft in Castrop. Rechts und links im Gang geht es zu den 36 Quadratmeter großer Parzellen. Im Januar diesen Jahres sind hier die ersten Flüchtlinge eingezogen. Auch in diesem Jahr werden in Castrop erneut 1000 Flüchtlinge erwartet.Foto: Archivfoto: Daniele Giustolisi

Castrop-Rauxel.  Die Stadt geht davon aus, dass in diesem Jahr genauso viele Flüchtlinge nach Castrop-Rauxel kommen wie im vergangenen Jahr - also rund 1000. Wir sprachen mit Bürgermeister Rajko Kravanja darüber, wo und wie die Stadt den nötigen Wohnraum bereitstellen will.

Rund 1000 Flüchtlinge - und das, obwohl die Großnotunterkunft des Landes an der B235 in Habinghorst angerechnet wird. Bürgermeister Rajko Kravanja erklärt, warum Castrop-Rauxel sich auch dieses Jahr auf so viele Flüchtlinge einstellen muss: "Das liegt daran, dass wir, je mehr Flüchtlinge anerkannt werden und in die Zuständigkeit des Jobcenters kommen, genau so viel wieder oben drauf kriegen."

In Kürze wird über die Thematik in zwei parlamentarischen Sitzungen diskutiert. Am Dienstag, den 9. Februar, tagt der Haupt- und Finanzausschuss, am 11. Februar der Stadtrat.

Für die Sitzung des Stadtrats hat die Verwaltung den aktuellen Stand Flüchtlingssituation erarbeitet. In der Vorlage ist auch ein Schlüssel aufgelistet, der darüber aufklärt, wie viele Menschen Castrop Rauxel aufnehmen muss, die nach NRW kommen. Momentan sind das 0,39 Prozent. Im vergangenen Jahr nahm die Stadt rund 1150 Flüchtlinge auf.

Kravanja betonte, dass "die Unterkünfte fast alle voll sind" Momentan laufen noch die Arbeiten an der ehemaligen Grundschule Marienburger Straße und dem Pavillon dahinter. Beide Gebäude sollen für die Unterbringung von Flüchtlingen intakt gemacht werden, um 260 Menschen dort unterbringen zu können. Der Bürgermeister geht sogar davon aus, dass insgesamt 300 neue Wohnungen gebaut werden müssen.

Am Plan der Stadt, Turnhallen möglichst schnell wieder zu räumen, hat sich nichts geändert. Außerdem sollen zumindest Familien in Wohnungen untergebracht werden. Zudem ist das Ziel, die Menschen so gleichmäßig wie möglich auf das Stadtgebiet zu verteilen.

Die Gespräche werden geführt, brauchen aber Zeit. "Es ist ja nicht so, dass wir mal eben Zugriff auf städtische Flächen hätten", so Kravanja. Die Lösung mit einem Containerdorf hat die Stadt aber verworfen. Ein gebrauchtes Containerdorf hätte zwei Millionen Euro gekostet. Da ist das Fitmachen von Pavillon und Schule mit 470.000 Euro Kosten die günstigere Variante. Das Parkbad Nord ist für Castrop-Rauxel allerdings keine Option, weil es ein massiver Eingriff in bestehende Infrastruktur wäre.

Abi Schlehenkamp

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2016-02-13 10:08
Castrop-Rauxel