Anstoß für den Imagewandel
14.07.2010 | 20:00 Uhr 2010-07-14T20:00:00+0200
Castrop-Rauxel. Mit dem Sommerfest auf der Lange Straße am Sonntag, 18. Juli, 11 bis 18 Uhr, startet die „Ab in die Mitte“- Session unter dem Motto „Stadt.Kern.Gesund“.
Bis zum 26. September reihen sich dann diverse Aktivitäten aneinander. Das Paket geschnürt haben die drei gleichberechtigten Partner Service Center Wirtschaft, Stadtentwicklung und InWerb. 30 000 Euro stehen zur Verfügung, davon übernahm InWerb 3 000 Euro, die Stadt (haushaltsneutrale Zire-Mittel) 3 000 Euro, Land und Sponsoren 80 Prozent. Seit fünf Jahren ist die Stadt bei „Ab in die Mitte“ dabei und erstmals - sogar in NRW - findet ein solches „unkonventionelles Programm mit neuen Aspekten“ in einem Nebenzentrum statt, so Stadtplaner Martin Oldengott.
Auch die nächste Bewerbung steht bereits: In 2011 soll es Ickern sein und damit wieder ein Nebenzentrum. Mit „Ab in die Mitte“ wollen die Macher zudem den Startschuss für die Soziale Stadt Habinghorst setzen. Auch wenn die Förderzusage auf Anfang 2011 verschoben wurde, so sieht Oldengott auf keinen Fall das Gesamtprojekt bedroht. Erster sichtbarer Eingriff dürfte dann das Stadtteilbüro sein. „Ich gehe davon aus, dass wir ab Januar mit einem kleinen Bürger-Rathaus vor Ort sind.“ Und dank der „Ab in die Mitte“-Aktivitäten sieht Herbert Ramme von der Wirtschaftsförderung bereits „zum Jahresende einen besseren Geschäftsbesatz“. Ramme: „Wir wollen den Imagewandel anstoßen und das ist auch notwendig hier.“
Passgenau wird deshalb am 20. August um 20 Uhr Hans-Werner Olm im Rahmen einer Nightwash-Comedy auftreten. Allerdings findet dieses TV-bekannte Format nicht in einem Waschsalon statt, sondern in einem leerstehenden Ladenlokal an der Lange Straße 73. Oldengott: „So wird für diesen Abend der Leerstand zur Bühne für Unterhaltungskünstler.“ Olm - „Ein Mann aus der oberen Kategorie“ - steht hinter dem Schaufenster nach innen gerichtet. Wer keinen der maximal 199 Plätze ergattert, der kann sich das Spektakel samt Vorprogramm mit einem weiteren Comedian von draußen anschauen. Oldengott: „So wird die Lange Straße zur Bühne.“ Kartenbestellungen sind nur am 4. August per E-Mail unter der Adresse stadtentwicklung@castrop-rauxel.de möglich. Der Eintrittspreis von 10 Euro fließt voll in ein soziales Projekt im Stadtteil Habinghorst.
Eine historische Bilder-Ausstellung wird ab 21. August für sechs Wochen in einigen Schaufenstern gezeigt. Immerhin hat die Lange Straße eine große Geschichte, war sie doch lange Zeit die erste Adresse, wenn es ums Einkaufen in Castrop-Rauxel ging. Oldengott: „So wird Geschichte wieder sichtbar und auch die Jüngeren sehen den Wandel einer Einkaufsstraße.“
Apropos Geschäfte: Eine unbedingte Notwendigkeit der Gestaltung der Geschäftsräume sieht Ramme. „Manches sieht einfach nicht mehr ganz zeitgemäß aus, eine gewisse Auffrischung tut da gut.“ So wird ab 10. August zusammen mit der InWerb eine Qualifizierungs- und Gestaltungsmaßnahme in Angriff genommen, muss sich doch nicht nur das Straßenbild ändern. Unter Mitwirkung der IHK und dem Ausbildungszweig „Gestalter/in für visuelles Marketing“ des Berufskollegs Essen sollen Schaufenster und Geschäftsauslagen erneuert werden. Zehn junge Frauen, die in Essen ausgebildet werden, kümmern sich dann bis zum 23. August um das neue Outfit. Anschließend sollen die Läden dann sechs Wochen so bleiben. Mit dabei sind Trendshop, Kosmetikerin Scholz, Brillen Mues, Friseur Pawlowski und U+ J Textil.
Ein weiteres Highlight ist der 4. September. Auf der WLT-eigenen Probebühne, dem ehemaligen Kino „Casino“, Lange Straße 67, gibt’s Kultur zum Schauen. Um 20 Uhr zeigt das WLT die Ekel Alfred Stücke „Der Sittenstrolch“ und „Der Silvesterpunsch“. Am Sonntag gibt’s dann Kinozeit. Gezeigt wird der Film „Der Platz der Halde“ sowie alte Bilder aus Castrop-Rauxel. Auch hier gibt es jeweils nur 199 Karten, die ausschließlich am 25. August unter stadtentwicklung@castrop-rauxel.de bestellt werden können. Der Eintrittspreis in Höhe von 10 Euro wird zugunsten der kulturellen Förderung des WLT erhoben, die Kinokarten kosten 1 Euro. „Das wird klasse, am Abend legen wir einen roten Teppich aus und hängen den Schriftzug ,Casino’ auf“, freut sich Oldengott.
In der Altstadt ist der Generationenstadtplan längst aufgestellt, nun soll er auch auf die Lange Straße und Habinghorst übertragen werden. Voraus geht ein Sicherheits-Check mit der örtlichen Polizei, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Seniorenbeirat und dem Beauftragten für Demografie der Stadt Castrop-Rauxel. „Ziel ist es, das Leben einfacher zu machen“, so Oldengott. Dass gerade in punkto Vermeidung von Barrieren und Hindernissen die Geschäfte letztendlich Gewinn machen können, sagt Ramme: „Eine Studie hat nachgewiesen, dass eine Stufe zehn Prozent Umsatz kostet.“
Abschluss des Aktions-Reigens ist der Internationale Abend am 25. September im „Mythos“ auf der Borghagener Straße 19. Der musikalisch-kulturelle Bogen reicht von Griechenland, Marokko, Spanien, Italien bis zur Türkei. Ramme: „In Habinghorst wohnen 40 Nationalitäten, da liegt ein internationaler Abend auf der Hand.“
06:29
Langestraße ??
Ach die Buckelpiste mit den 1Euro und Ramschläden, wo sich im dunkeln keiner hintraut.
Das Kulturelleereignis sind doch die beiden Buslininien die da durch fahren, das müsste doch reichen.
19:21
Mit der Aussage, auf die Lange Straße käme am Sonntag anderes Klientel als das, welches auf die A40 geht, beweist Herr Schulte Hullern zum wiederholten Male, dass er als Inwerbvorsitzender definitiv der falsche Mann ist für den Imagewandel, den die Lange Straße in den kommenden Jahren vollziehen soll.
Durch Projekte wie „Ab in die Mitte“ und „Soziale Stadt Habinghorst“ will man doch gezielt das verloren gegangene Klientel auf die Straße zurückholen.
Statt die kulturell sehr attraktive Veranstaltung „Habinghorst tischt auf“ als alleinigen Publikumsmagnete mit möglichst allen Gastronomen aus Habinghorst laufen zu lassen, wird der Flair der Veranstaltung ganz bewusst durch einen Trödelmarkt, der sich peinlicherweise auch noch „Sommerfest“ nennt, zerstört.
Das dreitägige Sommerfest wurde zudem bereits in den vergangenen Jahren systematisch zerstört und durch den besagten eintägigen Trödelmarkt ersetzt.
Mit dieser Inwerb ist eine positive Entwicklung des Stadtteils leider nicht möglich!