Angeklagter gesteht Sparkassen-Überfall mit Bomben-Attrappe

Ein Überfall auf eine Sparkasse in Castrop-Rauxel brachte einen polizeilichen Großeinsatz mit sich.
Ein Überfall auf eine Sparkasse in Castrop-Rauxel brachte einen polizeilichen Großeinsatz mit sich.
Foto: René Werner / IDA News
Was wir bereits wissen
Im Prozess um den Überfall auf eine Sparkasse in Castrop-Rauxel mit einer Bomben-Attrappe hat der Angeklagte ein volles Geständnis abgelegt.

Castrop-Rauxel.. Im Prozess um den Überfall auf eine Sparkasse in Castrop-Rauxel mit einer Bomben-Attrappe hat der Angeklagte am Donnerstag ein volles Geständnis abgelegt. Fest steht bereits: Die Haftstrafe wird nicht unter vier Jahren liegen. Und es gibt weitere Auflagen für den 38-Jährigen.

"Er hat die Tat begangen, da gibt es nichts zu beschönigen", sagte Verteidiger Marco Ostmeyer vor dem Dortmunder Landgericht. Der 38-jährige Angeklagte soll Ende August mit einer angeblichen Bombe in einem Beutel in der Sparkassen-Filiale an der Ickerner Straße in Castrop-Rauxel aufgetaucht sein.

Überfall auf Sparkasse war Ende August

Weil die Angestellte die Drohung ernst nahm, gelang ihm damals nach wenigen Minuten mit mehr als 14.000 Euro die Flucht auf einem Motorrad. Lange währte die Freude über das Geld jedoch nicht. Schon am Tag darauf wurde der Angeklagte in seiner Wohnung in unmittelbarer Nachbarschaft der Sparkassen-Filiale festgenommen. Dabei konnten große Teile der Beute sichergestellt werden.

Über seinen Verteidiger willigte der 38-Jährige am Donnerstag ein, dass das Geld natürlich wieder an die Sparkasse Vest herausgegeben werden dürfe. Darüber hinaus dürfe die Staatsanwaltschaft auch sein Motorrad behalten und zu Geld machen.

Angeklagter kann mit vier Jahren Haft rechnen

Nach einem internen Gespräch zwischen Gericht, Staatsanwalt und Verteidiger weiß der Castrop-Rauxeler seit Donnerstag auch bereits, mit welcher Strafe er mindestens rechnen muss. Unter vier Jahren Haft sei wohl nichts möglich, hat der Richter in dem Gespräch gesagt. Und der Staatsanwalt hat genickt. Eine förmliche Verständigung im Sinne eines "Deals" ist dies jedoch nicht.

Auch den Betrug eines Roller-Käufers hat der 38-Jährige gestanden. Er habe dem Mann über die Plattform ebay ein gestohlenes Fahrzeug verkauft.