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Schockanruf

23-Jährige nach Domian-Anruf zur Vernehmung vorgeladen

26.02.2016 | 17:56 Uhr
23-Jährige nach Domian-Anruf zur Vernehmung vorgeladen
Eine Frau aus Castrop-Rauxel sorfte mit einem Schockanruf bei Talkmaster Domian für Aufsehen.Foto: Henning Kaiser/Archiv

Castrop-Rauxel.  Mit einem Schockanruf bei Domian sorgte eine Castroperin für Aufsehen. Nun wurde sie von der Polizei vorgeladen. Wo sie sich aufhält, ist unbekannt.

Die 23-jährige Christina, die zu Beginn der Woche mit einem Schockanruf in der WDR-Sendung Domian für Aufsehen gesorgt hatte, hat die schriftliche Vorladung zur Vernehmung durch die Polizei auf dem Tisch. Wo sich Christina derzeit aufhält, ist laut Polizeisprecher Michael Franz aber nach wie vor unbekannt.

Radiosendung
Domian-Anruferin hat Scherzanruf zugegeben:

Jetzt hat die vermeintlich geprügelte Anruferin es auch der Polizei gesagt: Der abgebrochene Anruf bei Domian sollte ein Scherz sein.

Der Anruf beim nächtlichen Radio-Talk mit Jürgen Domian , der sich als böser Scherz herausstellte, ist also noch nicht komplett aufgeklärt. Klar ist mittlerweile aber, dass Christinas Eltern den Scherzanruf gegenüber der Polizei zugegeben hatten. Aus einer Bierlaune heraus habe sich die Idee mit Freunden und Bekannten der 23-Jährigen entwickelt, gaben sie gegenüber der Polizei an.

Die Castrop-Rauxelerin berichtete im Gespräch mit Domian von häuslicher Gewalt, zugefügt durch ihren Partner. Während des Telefonats war eine männliche Stimme zu hören sowie ein dumpfes Geräusch, das Gespräch brach dann abrupt ab.

"Wir haben sie schriftlich zur Vernehmung vorgeladen"

Michael Franz erklärte am Freitag auf Anfrage das weitere Vorgehen: "Wir haben sie schriftlich zur Vernehmung vorgeladen. Falls sie dieser nicht nachkommt oder nicht aussagt, werden wir weitere Zeugen zu Rate ziehen." Bei den Zeugen handelt es sich um die Freunde und Bekannten, die bei dem Anruf zugegen gewesen sein sollen.

Franz sagt: "Diese Leute waren offenbar allesamt mit ihr in der Wohnung und können zum Tatbestand etwas aussagen." Kommt es bei diesen Vernehmungen auch zu keiner Aussage, ist die Staatsanwaltschaft Dortmund am Zug. Der Tatvorwurf lautet derzeit "Vortäuschen einer Straftat".

Das Strafmaß dafür kann, wie Polizeisprecher Michael Franz berichtet, "von einer Geldstrafe bis zu einer kleineren Freiheitsstrafe" angelegt werden. Franz erklärt, dass es in diesem Fall "wahrscheinlich auf eine Geldstrafe hinaus laufen wird", letztlich entscheidet aber natürlich der zuständige Richter darüber, wenn die Staatsanwaltschaft Anklage erheben sollte.

Das sagt das Gesetz

Paragraf 145d des Strafgesetzbuches - Vortäuschen einer Straftat: (1) Wer wider besseres Wissen einer Behörde oder einer zur Entgegennahme von Anzeigen zuständigen Stelle vortäuscht, dass eine rechtswidrige Tat begangen worden sei oder dass die Verwirklichung einer (...) rechtswidrigen Tat bevorstehe, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (...).

Marcel Witte

Kommentare
29.02.2016
08:29
23-Jährige nach Domian-Anruf zur Vernehmung vorgeladen
von golden_girl | #15

Zugegeben, es gibt bessere Möglichkeiten, Witze zu machen, aber im Grunde lebt eine solche Sendung doch von den persönlichen Schicksalen unbekannter...
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1 Antwort
23-Jährige nach Domian-Anruf zur Vernehmung vorgeladen
von FritzePfeiffer | #15-1

"sich etwas ausdenkt, was allgemein in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist"

Entweder sind Sie völlig realitätsfremd, oder Sie haben sich die Geschichte nicht angehört.

Zu der "Vortäuschung einer Straftat" haben Sie sich auch nicht erkundigt. :(

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2016-02-26 17:56
Castrop-Rauxel