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Zwei Gardetänzerinnen der Plattdütschen legen eine Pause ein

16.02.2016 | 17:31 Uhr
Zwei Gardetänzerinnen der Plattdütschen legen eine Pause ein
Schöne Erinnerung an eine tolle Zeit verbinden die vier Gardetänzerinnen Kora, Lorena, Melina und Celina (v.l.) von den Plattdütschen ut Waold un Hei mit ihren vielen Auftritten während der Karnevalzeit.Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Schwangerschaft und beruflicher Stress machen hartes Training bei den Plattdütschen in nächster Zeit unmöglich. Nur ein Abschied auf Zeit.

Es ist kein Abschied auf ewig, darüber sind sich Melina (24) und Kora (32) einig. Die beiden Funkenmariechen der Plattdütschen Tanzgarde „ut Waold un Hei“ hören nach zehn und 17 Jahren vorerst auf, ihrem Hobby nachzugehen. Sie blicken auf eine schöne Zeit mit ihren Freundinnen zurück, in der sie das Tanzbein schwangen, Hebefiguren übten und Sprünge trainierten, um nicht nur an Karneval vor Publikum zu glänzen.

„Bei mir ist es mit dem Tanzen in nächster Zeit etwas schwer, da ich schwanger bin. Trotzdem werde ich meine zweite Familie – die Mädchen – versuchen auf anderem Wege zu unterstützen. Bei den Proben gibt es einiges zu organisieren, außerdem kann ich ihnen bei den Choreografien helfen. Die Auftritte begleite ich auf jeden Fall“, sagt Kora. Melina ergänzt: „Bei mir liegt es an der Zeit, ich bin leider beruflich sehr eingespannt. Der Tanzsport ist wunderbar, aber erfordert auch regelmäßige Übung. Die Anderen verlassen sich auf einen. Vieles muss abgesprochen und zusammen einstudiert werden. Ich mache weiter, wenn sich mein Terminplan entspannt.“

Den größten Umbruch erlebte die Tanzgarde der Plattdütschen im letzten Jahr, als vier Mitglieder gleichzeitig aufhörten. „Derzeit sind wir acht Tänzerinnen in der Garde, zeitweise waren wir elf. Es ist ein steter Wechsel, Mädchen kommen hinzu und gehen wieder. Wir hoffen natürlich darauf, dass sie länger bleiben“, betont Lorena (19), die inoffizielle Choreografin.

„Wir treffen uns auch außerhalb der Proben“

Man müsse unbedingt Spaß am Tanzen sowie am Karneval mitbringen, heben die Funkenmariechen hervor. Außerdem stünde bei den Plattdütchen die familiäre Gemeinschaft im Mittelpunkt.

Bei den Prunksitzungen der Plattdütschen Karnevalsgesellschaft stehen die Funkenmariechen immer auf der Bühne. Foto: Heinrich Jung

„Über die Proben hinaus, die zwei Mal in der Woche stattfinden, treffen wir uns gerne und verbringen unsere Freizeit zusammen“, sagt die 25-jährige Celina. Sie ist seit neun Jahren dabei. Neue Mitglieder seien immer gerne willkommen. Das Mindestalter betrage 16 Jahre, eine Obergrenze gebe es nicht.

Ihren größten Auftritt haben die Tänzerinnen bisher vor einem anderen Publikum gehabt, als sie es sonst gewohnt sind. Anstatt vor munteren Narren traten sie vor Fußballfans vor der Veltins-Arena in Gelsenkirchen auf. „Wir haben die Band Trallafitti zur Lichtblicke Aktion begleitet. Der Gardetanz wurde erstaunlich gut von dem Publikum aufgenommen – eine schöne Erinnerung.“

Neue Tänzerinnen sind willkommen

Wer Interesse hat, sich denn Funkenmariechen der Plattdütschen Tanzgarde anzuschließen, kann sich unter der Telefonnummer  0157 82252611 melden. Sie proben immer dienstags ab 19 Uhr und donnerstags ab 19.30 Uhr im St. Hedwigsheim am Nordring. Sie treten bei 20 bis 25 Auftritten jährlich auf, unter anderem auch bei Hochzeiten und Geburtstagen.

Max Hulisz

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