Zum Zuschuss ein günstiges iPad als Zugabe

IPads sind im Rathaus gefragt. Die Stadt zahlt jedem Ratsmitglied für ein Tablet einen Zuschuss.
IPads sind im Rathaus gefragt. Die Stadt zahlt jedem Ratsmitglied für ein Tablet einen Zuschuss.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Während die Stadt Ratsmitgliedern für den Tablet-Kauf Zuschüsse zahlt, bieten große Verlage oder Telefonanbieter vergünstigte iPads als Prämien an.

Bottrop..  Die Stadt lässt sich den Einstieg ins digitale Ratszeitalter so einiges kosten. Einen Zuschuss von 600 Euro zahlt sie jeder Ratsfrau und jedem Ratsherrn, damit sie und er sich ein iPad oder ein anderes Tablet kaufen kann, um damit die Beratungsunterlagen zu lesen. Auf Papier gibt es die Sitzungsunterlagen für diejenigen, die auf den Deal eingehen, dann nicht mehr. Das lässt sich die Stadt schriftlich geben.

Nicht einfach im Store ordern

Erste Wahl beim Abschied vom Papier sind aus Sicht der Verwaltung Geräte der Firma Apple. Was tut man da als Ratsfrau oder Ratsherr am besten? Einfach im Apple-Store das iPad der Wahl ordern? Dort wären sie je nach Ausführung zu Preisen zwischen 289 Euro für die günstigste Variante und 809 Euro für die teuerste Version zu haben. Würden Sie Ihrer Ratsfrau oder Ihrem Ratsherrn dazu raten oder würden Sie empfehlen, zu noch etwas günstiger finanzierbaren Apple-Tablets zu greifen?

Immerhin gäbe es da zum Beispiel iPads als Prämie, iPads mit Vertrag, iPads fürs Abonnement digitaler Zeitungen und Zeitschriften, also gewissermaßen zur städtischen Subvention das subventionierte iPad noch dazu. Hier rein zufällig ausgewählte Beispiele:

1 Das Payback-iPad: Das Apple iPad mini 3 16GB WiFi in spacegrau kann jeder Kunde ordern, wenn er denn genügend Payback-Punkte gesammelt hat und diese dafür einlöst. Allerdings muss man dazu schon ordentlich Umsatz gemacht haben. 38 999 Punkte sind für das Tablet einzulösen. Wer vorher eine Payback-Kreditkarte beantragt, muss dafür 32 599 Punkte opfern. In den Warenkorb passte das iPad aber auch ab 200 Punkten und 387,99 Euro Zuzahlung.

2 Ein iPad mit Mobilfunkvertrag: Etliche Mobilfunkanbieter bieten den Vertrag zum iPad an. Nehmen wir 1&1. Bei Abschluss der Tablet Flat L über zwei Jahre zum Monatspreis von 16,99 Euro können Kunden das iPad mini 3 16 GB zum Preis von 249,99 dazu bestellen. Wenn Sie 24 Monate lang eine Tablet Flat XL zum Preis von monatlich 24,99 Euro buchen, kostet sie dasselbe iPad noch 29,99 Euro. Tablets von Lenovo, Huawei, Trek-stor oder Samsung gibt es kostenlos. Noch so ein Beispiel: Bei der Telekom bekommen Interessenten das Apple iPad mini 3 im Tarif Data Comfort L Business Premium zum Preis von 0,84 Euro. Der Tarifpreis liegt bei 31,89 Euro. Highspeed gibt es aber nur bis zu einem Volumen von 5 GB, mehr kostet extra.

3 iPad als Werbeprämie: Wenn Leser neue Leser werben, belohnen Verlage das mit Prämien. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ zum Beispiel bietet dem Werber eines neuen Abonnenten das iPad mini 3 gegen eine Zuzahlung von 235 Euro an. Fürs andere politische Lager: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung etwa bietet Interessenten, die einen Abonnenten der Zeitung werben, das bis zu 809 Euro teure iPad Cellular gegen Zuzahlung ab 302 Euro an.