Zum Stadtfest in Bottrop steht das kostenlose Netz

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Was wir bereits wissen
Als erstes gibt es ein freies WLAN an der Sparkasse, der Alten Apotheke und der Hauptpost. Ende des Jahres dann überall freies Surfen in der City.

Bottrop.. Der Verein für Marketing verspricht nicht nur, er liefert auch: Zum Stadtfest am Wochenende soll an drei Stellen („Hotspots“) kostenloser Internetzugang möglich sein. An der Sparkasse, der Hauptpost und der Alten Apotheke sind die Sender („Router“) schon installiert. Das Ziel, von Oberbürgermeister Bernd Tischler definiert als „flächendeckendes Netz an Routern für kostenloses Internet“, soll zum Jahresende erreicht sein. „Der Weihnachtsmarkt wäre dafür ein schöner Anlass.“

Die Marke für das neue WLAN-Angebot heißt „mybotspot.de“ Wer diese Seite im Internet aufruft, findet bisher nur ein Willkommen und das Versprechen, dass es in Bälde weitergeht. Bis zum Wochenende sollen sich Netz-Surfer dort anonym anmelden können, um 30 Minuten kostenloses Netz zu nutzen.

„Wer länger surfen will, muss einmal eine E-Mail-Adresse angeben, aber keine persönlichen Daten“, sagt Dennis Mengede vom Bottroper Systemhaus Lüttmann, das den kostenlosen Netzzugang technisch umsetzt und das wachsende Netz im 24-Stunden-Betrieb warten wird. Um den kostenlosen Netz-Zugang flächendeckend in der Innenstadt zur Verfügung zu stellen, braucht es nach seiner Schätzung zehn bis 15 Router.

Andere Lösungen

Mit dieser Lösung hat sich der Verein gegen eine schnelle Lösung entschieden, sagt Vereinsvorstand Hermann Hirschfelder, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschuss: „Kostenpflichtig hätten wir das Angebot längst haben können.“ Unter anderem hatte der Versorger Gelsennet der Stadt eine WLAN-Lösung angeboten, die die Nutzer 49 Cent pro Tag gekostet hätte. Aber den Zugang zum Null-Tarif betrachtet der Verein als ein Alleinstellungsmerkmal. Aus technischen und rechtlichen Gründen hat „Marketing für Bottrop“ auch das Angebot des Vereins „Freifunk“ ausgeschlagen, der bereits bestehende Zugänge zu einem Netz hatte zusammenschalten wollen. Mit einer solchen Lösung ist er schon in Städten im Sauerland zum Zuge gekommen (die WAZ berichtete).

Lokales Systemhaus

Statt dessen hat sich der Verein für ein lokales Systemhaus als Partner entschieden. „Diese Lösung finanzieren wir aus den Beiträgen unserer Mitglieder“, betont Tischler. „Das kostet die Stadt keinen Cent.“ Sparkasse, Alte Apotheken-Besitzer Peter Stadtmann sowie Hauptpost-Eigentümer Peter Jänsch haben ihre Immobilien als Router-Standorte zur Verfügung gestellt.

Der Marketing-Verein will jetzt weitere Akteure für den Netzaufbau gewinnen. Wenn die Telekommunikationsanbieter mitziehen und zum Stadtfest am Wochenende die ersten Netz-Zugänge kostenlos zur Verfügung stehen, ist ein symbolträchtiger Anfang gemacht. Deshalb sagt der Oberbürgermeister: „Das ist ein guter Tag für die Innenstadt.“