Zum Schnellfahren verleitet

An den Hauptverkehrsstraßen wie etwa der Gladbecker Straße oder der Horster Straße komme es zu den meisten Verkehrsunfällen, begründet die Leiterin des Straßenverkehrsamtes, warum Stadt und Polizei ihr Hauptaugenmerk auf die Tangenten legen.

Bei den Tempokontrollen wie bei Parkverstößen seien es oft Anwohner, die die Stadt zu stärkeren Kontrollen in ihren Wohnquartieren aufforderten, macht die Leiterin des Straßenverkehrsamtes klar. „Die Polizei entscheidet dann mit uns: ja oder nein“, sagte sie.

ÖDP-Bezirksvertreter Markus Stamm hingegen hinterfragt, ob die Autofahrer gerade auf den großen Verkehrsachsen nicht zumindest zu Verkehrsverstößen verleitet werden - und zwar durch die Ampelschaltung. „Für die Grüne Welle muss ich dort deutlich schneller fahren als fünfzig. Das kann nicht sinnvoll sein“, stellt Stamm fest. Bei Grün über die nächste Ampel kämen viele Autofahrer allenfalls, wenn sie mit einem höheren Tempo als sechzig Stundenkilometern unterwegs seien. „Dann geraten sie aber in die Radarfalle“, meint der Bezirksvertreter. Denn die Toleranzgrenze bei Geschwindigkeitsüberschreitungen sei ja auch noch abgesenkt worden. Wie bei der Polizei ist laut Sparpaket ja auch bei der Stadt diese Überschreitungsgrenze von zehn km/h auf neun km/h reduziert worden.