Zum Abschied sangen „Die Lerchen“

Pastor Gerd Kaußen (2.v.li.) wurde in den Ruhestand verabschiedet. (Rechts stehend v. li. Pater Periya und Pfarrer Manfred Stücker,  St. Johannes).
Pastor Gerd Kaußen (2.v.li.) wurde in den Ruhestand verabschiedet. (Rechts stehend v. li. Pater Periya und Pfarrer Manfred Stücker, St. Johannes).
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Kirchengemeinde Feldhausen verabschiedete ihren Pastor Gerhard Kaußen.Das Pfarrheim war beim Empfang „rappelvoll“, jeder wollte dabei sein.

Mit einer Festmesse in St. Mariä Himmelfahrt und einem Empfang im Pfarrheim Feldhausen verabschiedete sich die katholische Kirchengemeinde Feldhausen von ihrem Pastor Gerd Kaußen. Seit fast 32 Jahren war der Geistliche in der Gemeinde tätig, wurde am 3. Juli 1983 in das damals neue Amt eingeführt. In dieser Zeit habe er „keinen Tag bereut“, versicherte er in seiner Predigt. Kaußen las die Messe in der Kirche, wurde dabei vom emeritierten Pastor Vögeling, Diakon Heinz Kranig sowie zahlreichen Messdienern begleitet. Pastor Kaußen, 75, hatte im Mittelgang der Kirche seinen Ehrenplatz in der Messe.

Ein Album mit Texten und Fotos

Der Kirchenchor sang in der Kirche, und die Gemeinde bereitete ihrem scheidenden Pastor eine Überraschung. Rund 40 Ehemalige aus dem von Kaußen einst gegründeten Kinderchor „Die Lerchen“ traten vor den Altar und sangen Kaußen ein Abschiedslied. „Er hat sich sehr darüber gefreut“, meinte Heiner Berger, Mitglied im Vorstand des Pfarreirates und im Gemeindeausschuss Feldhausen engagiert. 1983, kurz nach seiner Ankunft, hatte Kaußen den Chor gegründet. 1999 endete dessen Geschichte jedoch, da zu wenige Kinder Interesse am Singen hatten.

Alle Gruppen und Vereine der Gemeinde, Sportler und Feuerwehr eingeschlossen, machten ihrem Pfarrer ein besonderes Abschiedsgeschenk: Jede Gruppe gestaltete mit Fotos und Texten einen großen Papierbogen, die in einem Album zusammengefasst dem Pastor überreicht wurden.

Ebenfalls „Auf Wiedersehen“ sagte die Gemeinde ihrem ehemaligen Küster Hans-Josef Habers, der jetzt in den Ruhestand wechselte. Er konnte bei dem Sektempfang im Pfarrheim aber nicht dabei sein, sagte Berger. Die Räume des Pfarrheims waren gerade groß genug, um alle Gemeindemitglieder aufzunehmen, die sich von Kaußen persönlich verabschieden wollten. Es sei „rappelvoll“ gewesen, so Berger. Die Abschiedsveranstaltung, zu er auch ein Mittagessen gehörte, habe sich der Pastor gewünscht, hieß es.

Ganz verloren geht Kaußen der Kirche aber nicht. An seinem Wohnsitz in Marl-Polsum wird er im Krankenhaus und im Altenheim Messen lesen und seelsorgerisch tätig sein.

Mit dem Abschied von Gerd Kaußen wird es nach der bereits 2007 vollzogenen Fusion der Pfarrgemeinden in St. Johannes in Kirchhellen eine weitere Änderung geben. Da mit Pfarrer Manfred Stücker und Pfarrer Klaus Klein-Schmeink künftig zwei Geistliche die Messen lesen werden, sollen gemäß der neuen Gottesdienstordnung die Samstagabend-Messe in Feldhausen und die am Sonntagmorgen in Grafenwald entfallen. Das sei aber zunächst nur „zur Probe“, erklärt Heiner Berger. Im Frühjahr werde der Pfarreirat tagen, um sich über die Erfahrungen mit der neuen Gottesdienstordnung auszutauschen.