Zukunft der Bottroper Michael-Ende-Schule gesichert

Die Adolf-Kolping-Schule, Am Windmühlenweg, wird aufgelöst - spätestens 2017/18 ist Schluss.
Die Adolf-Kolping-Schule, Am Windmühlenweg, wird aufgelöst - spätestens 2017/18 ist Schluss.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Förderschule soll eine Zweigstelle der Gelsenkirchener Schule an der Bergmannsglückstraße werden und bald ins Gebäude der Hauptschule Lehmkuhle umziehen.

Bottrop..  Die Michael-Ende-Förderschule an der Mühlenstraße soll voraussichtlich zum Schuljahr 2016/17 in das Gebäude der Hauptschule Lehm-kuhle umziehen - als Zweigstelle einer Förderschule in Gelsenkirchen. Das sehen Pläne der Stadtverwaltung vor, die jetzt dem Schulaussschuss des Rates vorliegen.

Die Adolf-Kolping-Schule am Windmühlenweg, deren Filiale die Michael-Ende-Schule derzeit ist, wird ab dem kommenden Schuljahr aufgelöst und soll spätestens zum Schuljahr 2017/18 geschlossen werden. Damit wird es in Bottrop dann keine Förderschule mehr mit dem Schwerpunkt Lernen geben. Die Stadt hat wegen der Vorgaben der Landesregierung keine Wahl. Es „bleibt nur die Auflösung diese Förderschulzweiges“, lautet ihr Fazit. Eltern müssten ihre Kinder an einer Regelschule des gemeinsamen Lernens anmelden oder an eine Förderschule außerhalb Bottrops wechseln, heißt es.

Nicht alle leeren Schulen Wohnheime

Über kurz oder lang werden somit zwei Schulgebäude frei. „Was wir mit den Gebäuden machen werden, steht noch nicht fest“, sagte Ulrich Schulze, der stellvertretende Stadtsprecher. Noch seien für die Entscheidung ja ein bis zwei Jahre Zeit. „Nicht jede Schule, die wir auflösen, wird zu einer Unterkunft für Flüchtlinge. Einen Automatismus gibt es da nicht“, erklärte Schulze. Allerdings baut die Stadt zurzeit die frühere Körner-Schule nahe der B 224 zu einem Wohnheim um. Die Albrecht-Dürer-Schule an der Glückaufstraße soll ebenfalls eine Flüchtlingsunterkunft werden, und auch die frühere Overberg-Schule an der Tannenstraße ist dafür als Reserve vorgesehen.

Das Ende für die Adolf-Kolping-Förderschule war absehbar. Denn sie hat zu wenig Schüler. (Die WAZ berichtete) Das liegt an der Mindestschülerzahl, die NRW-Schulministerin Löhrmann festgelegt hat. Sie schreibt vor, dass eine Schule wie die Kolping-Schule insgesamt mindestens 144 Schüler unterrichten muss. Am Windmühlenweg gehen aber zurzeit 79 Kinder und Jugendliche zur Schule und 54 an der Zweigstelle an der Mühlenstraße. Vor allem im Förderschwerpunkt Lernen geht die Schülerzahl nach Vorhersage der Schulverwaltung weiter zurück. Im Schuljahr 2017/18 werden es nur noch 25 sein. Es müssten aber 72 Schüler gefördert werden, und mindestens 44 Kinder im Schwerpunkt für „emotionale und soziale Entwicklung“ (ESE) in der Zweigstelle an der Mühlenstraße. Um nicht auch noch diesen Zweig zu verlieren, geht die Stadt eine Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen ein, und die Michael-Ende-Schule kommt formal sozusagen unter das Dach der dortigen „Schule an der Bergmannsglückstraße“. Dort gebe es eine stabile Schülerzahl von rund 120 Kindern, die emotional oder sozial gefördert werden.

Im Bottroper Zweig der Gelsenkirchener Schule werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich 50 Schüler unterrichtet. Die Zweigstelle soll vorerst auch weiterhin in dem Schulgebäude an der Mühlenstraße bleiben. Ab dem Schuljahr 2016/17 biete sich ein Umzug in das dann freie Gebäude der Hauptschule Lehmkuhle an, so die Stadt.