Zinslast für den Franken-Kredit steigt jetzt an

Durch die Freigabe des Euro-Wechselkurses gegenüber dem Schweizer Franken müssen für den Kredit, den die Stadt 2008 in der Schweizer Währung (CHF) aufgenommen hatte, höhere Zinsaufwendungen gezahlt werden. „Die Belastung ist um 2000 Euro im Monat gestiegen“, sagt Kämmerer Willi Loeven, der wie die übrige Finanzwelt am Donnerstag von der Schweizer Entscheidung „völlig überrascht“ wurde. Niemand habe damit gerechnet.

Tatsächlich konnte die Stadt eine Weile Geld sparen, weil der CHF-Zinssatz ein Prozent unter dem Euro-Satz lag. „Die Hälfte dieser Einsparung wurde in eine Rücklage gestellt, die wir eventuell benutzen können, um die Verluste zu dämpfen“, sagt Loeven. Er sieht zum jetzigen Zeitpunkt keine zwingende Notwendigkeit, den Schweizer Kreditvertrag zum Jahresende aufzukündigen und die Kreditsumme abzulösen. „Das können wir uns eigentlich nicht leisten.“

Allerdings werde man eine Entscheidung treffen müssen: „Entweder ein Ende mit Schrecken, oder wir bleiben dran und hoffen auf einen günstigeren Kurs.“ Loeven stellt die Relation klar, nach der die Kassenkredite insgesamt rund 200 Millionen Euro ausmachen, von denen 30 Millionen in Franken aufgenommen wurden.

An ein Eingreifen der Kommunalaufsicht glaubt Loeven am Ende nicht, „denn dort wurde den Krediten in Schweizer Währung seinerzeit ausdrücklich zugestimmt“.