Ziel: Busverkehr ohne Schadstoffe
27.06.2011 | 17:03 Uhr 2011-06-27T17:03:00+0200
Bottrop. Die Zahl der Autobesitzer in Deutschland steigt, und grundsätzlich kollidiert das wachsende Verkehrsaufkommen mit den Zielen des Umweltschutzes. Auch diesem Problem will sich die Stadt im Zuge des Projekts der Innovation City Ruhr stellen.
Mietwagen-System für verschiedene Gruppen
Das Pilotgebiet (in etwa der Südwesten und die Innenstadt) soll bis 2020 für den Klimaschutz beispielhaft saniert werden. Den Emissionen im Straßenverkehr widmet sich dabei das Sonderprojekt Elektromobilität. „Unser Ziel ist es, langfristig einen möglichst schadstofffreien Nahverkehr zu gewährleisten“, erläutert Markus Palm, Geschäftsführer der Innovation City Managementgesellschaft GmbH. Mit der Umsetzung des Vorhabens will die Gesellschaft noch in diesem Jahr beginnen: Es ist geplant, den Einsatz von Elektroautos im Stadtgebiet deutlich zu erhöhen. Dazu soll ein Carsharing-Angebot in Form eines Mietwagensystems aufgebaut werden, das nach Palm mehrere Zielgruppen erreicht: „Wir wollen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ansprechen und so dafür sorgen, dass sich die Haltung von Fahrzeugen mit konventionellen Verbrennungsmotoren nicht mehr lohnt.“
Neuerungen soll es auch für den öffentlichen Personennahverkehr geben: So sollen in Bottrop verstärkt Wasserstoffbusse fahren. „Das einzige, was diese an die Umwelt abgeben, ist Wasserdampf“, nennt Palm den entscheidenden Vorteil. Vor dem Hintergrund, dass in Bottrop der Aufbau einer mobilen Einsatztruppe im öffentlichen Personennahverkehr geplant ist, um Verspätungen abzubauen, erscheint das Konzept der emissionsfreien Busse besonders erstrebenswert.
Bis 2013 soll das Projekt zur umweltfreundlichen Mobilität im Wesentlichen angestoßen sein. „Bevor wir aber mit der Umsetzung beginnen können, müssen weitere Fördermittel erschlossen werden“, erklärt Palm.
Finanzielle Unterstützung
Neben den Eigenleistungen der Stadt Bottrop haben der Initiativkreis Ruhr, das Verkehrsunternehmen VRR und die Vestische Straßenbahnen GmbH die finanzielle Unterstützung zugesichert. Doch es ist weiteres Geld nötig, um das das Projekt zu stemmen.
09:44
Wer schenkt denn diese Fahrzeuge der Vestischen? Etwa der Bürger mit seinen Steuergeldern, um hinterher noch höhere Preise zu bezahlen? Ich plädiere auch für Schienenfahrzeuge. Komfortabel, leise und Umweltfreundlich. Der VRR könnte sich mal ein Beispiel an der VAG in Freiburg nehmen. Nicht allein aufgrund der Preisgestaltung.
22:36
sorry: thermische Verluste waren gemeint.
22:35
#2 ..weil der Gesamtwirkungsgrad (lineare Kolbenbewegung in Kreisbewegung umsetzen, mechanische und therische Verluste) bei ca. 30% liegt. Gewiss, eine gewisse Entwicklungszeit braucht die Brennstoffzelle noch, da haben Sie recht. Aber dann...
19:45
Für Straßenbahnen wäre ich auch, die Brennstoffzelle eignet sich aber leider auf absehbare Zeit nicht für Fahrzeuge: Speichersituation nicht besser als bei Akkus (Metallhydrid) und die Membrane hält nur für ein paar 1000 Stunden. Ist alles nachzulesen...
Wie kommt man darauf der Verbrennungsmotor ist tot ?
18:37
Elektroautos sind eine Luftnummer sondersgleichen und helfen uns nicht weiter: Die Fahrzeuge sind von Gewicht und Volumen her mit Akkus vollgepacket. Sie schleppen reichtlich unnützes Gewicht mit sich herum, wie einst Opa´s Dampflokomotiven. Der Nutzen ist fragwürdig wegen geringer Zuladung und 3-5 Stunden dauernden Ladevorgängen, die zudem mit Energieverlusten behaftet sind. Und Straßenfahrzeuge produzieren Altreifen: jährlich 600.000 Tonnen allein in Deutschland ! Und bei allen Recycling-Ideen lässt sich das gewonnene Material nicht wieder als Rohstoff zur Herstellung neuer Reifen verwenden. Ganz anders sieht das bei Schienenfahrzeugen aus: Die aus Stahl gefertigten Radreifen bzw. Radscheiben wie auch die Schienen als Fahrweg sind zu 100% recycelbar. Und diese Fahrzeuge fahren mit einer Fahrleitung direkt aus dem Netz, in das sie beim Bremsen Energie effizient zurückspeisen können, ohne verlustbehaftete Kunstgriffe, wie beim E-Auto. Urbane (städtische) Mobilität gehört nicht dem Auto, das zudem nach kurzen Fahrstrecken nutzlos herum steht und auf Parkplätzen und in Parkhäusern wertvolle Flächen verschwendet, die städtebaulich sinnvoller zu nutzen wären. Im Großraum Karlsruhe kann man sehen, wie gut so etwas funktioniert und wie groß der Nutzen für die Bürger ist. In Dresden werden sogar Güterstraßenbahnen mit großem Erfolg und Nutzen für die Umwelt eingesetzt. Davon sind wir im Ruhrgebiet mit unseren hirnrissigen Prestige-U-Bahnen Lichtjahre entfernt... Und wenn schon PKWs, dann solche, die mit aus Photovoltaik erzeugtem Wasserstoff gespeist werden und Brennstoffzellen ausgestattet. Der Verbrennungsmotor ist tot. So wie die Idee des Elektroautos, das stundenlange Ladeprozesse erfordert. Wasserstoff ist in 2-3 Minuten getankt, bei Reichweiten, wie wir sie von derzeitigen Fahrzeugen mit Benzin- und Dieselbetrieb kennen. Auf, in die Zukunft...