Zentrum im Karstadt-Haus soll zu 70 Prozent belegt sein

Eine Skizze zeigt das Karstadt-Gebäude nach dem Umbau.
Eine Skizze zeigt das Karstadt-Gebäude nach dem Umbau.
Foto: Devello AG
Käufer des Bottroper Karstadt-Hauses legt erste für Neustart Pläne vor. Ankermieter sollen bekannte Unternehmen aus Textil- und anderen Branchen sein.

Bottrop.. In dem Einkaufszentrum, das im Karstadtgebäude entsteht, sind bereits 70 Prozent der Einzelhandelsfläche vermietet. Mit dieser Nachricht kam jetzt Jens Friedmann, Vorstand der Devello AG und neuer Besitzer der Innenstadt-Immobilie, nach Bottrop. In einer ersten Präsentation seiner Pläne erläuterte Friedmann, dass in das Objekt mehrere Einzelhändler einziehen, um das Gebäude neu zu beleben. Namen der Mieter nennt der Devello-Manager zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Der 51-Jährige spricht von Textilanbietern und anderen. „Es sind Ketten, die deutschland- und zum Teil europaweit aktiv sind. Wir kaufen Objekte für solche Mieter“, sagt Friedmann und erklärt: Ohne eine einen soliden Grundstock an Mietern hätte die Devello das Objekt nicht übernommen. „Doch 70 Prozent rechtfertigen die Investition.“

Mehrere Etagen

Belegt seien das Kellergeschoss und drei Etagen darüber. Was im Obergeschoss passieren soll, sei zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Bei Devello denkt man an eine Büronutzung, sollten sich entsprechende Kunden interessiert zeigen. „Aber letztlich sind wir für alles offen.“ Sogar mit einer Kinokette sei bereits gesprochen worden.

Der Zeitplan des Investors sieht vor, sofort nach dem Auszug von Karstadt mit dem Umbau zu beginnen. „Das Gebäude wird entkernt“, kündigt Friedländer an. Anders als in klassischen Einkaufszentren werde es keinen zentralen Weg durch das Zentrum geben. Der Kunde erschließt die Läden über deren jeweiligen Außeneingang. Daher müssen an einigen Stellen Türen eingesetzt werden, ansonsten werde sich die Außenhülle kaum verändern. Der Zugang zu den oberen Etagen erfolgt innerhalb der Ladenlokale, die sich über mehrere Geschosse erstrecken.

Auf den Standort Bottrop war Devello durch das Hansa Center gekommen. Ursprünglich habe man sich für dieses Objekt interessiert, sei aber umgeschwenkt, als auch das Karstadt-Haus zum Kauf stand. „Die Lage ist einfach besser, und außerdem ist das Hansa Center ein kompliziertes Objekt“, meint Friedländer. Trotzdem hofft er, dass sich dort bald etwas tut. „Je mehr Action in einer Stadt, desto besser ist es für alle.“

Eine Hoffnung, die auch Oberbürgermeister Bernd Tischler noch einmal äußert. Er sieht das Engagement durch Friedländers Unternehmen als gutes Zeichen für den Standort. Das so schnell eine Lösung für das Karstadthaus gefunden sei, sei nicht selbstverständlich, so Tischler mit Blick auf andere Städte. Tatsächlich, so bestätigte Friedländer, hätten zahlreiche Einzelhandelsunternehmen Interesse an Bottrop signalisiert. Auch das habe Devello letztlich davon überzeugt, in das Projekt einzusteigen. Auf rund 20 Millionen Euro beziffert Friedländer die Baukosten.

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