Zahl der Pflegebedürftigen steigt

Im März gibt es die IKK-Pflegeberatung bereits seit einem Jahr – ein Beruf mit Zukunft, wie die IKK meint, denn der Anteil an Pflegebedürftigen nimmt immer weiter zu. Das bestätigt auch Claudia Kerber, Pflegeberaterin für Bottrop.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Bottrop ist nach einer Statistik des Landesamtes von 2009 bis 2013 um 6,1 Prozent gestiegen, nämlich von 4397 auf 4664 Personen. „Und das ist erst der Anfang. Aktuellen Prognosen zufolge, wird die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2030 nochmals um 36 Prozent steigen.“ Es liege vor allem am medizinischen Fortschritt, erklärt sie, dass die Menschen immer älter und am Ende pflegebedürftig würden. Noch werden 73 Prozent der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt. Dieses Verhältnis werde sich aber in Zukunft ändern, weil die Zahl der Alleinstehenden wächst und immer weniger Helfer aus dem familiären Umfeld zur Verfügung stehen.

Gerade auf Grund des demografischen Wandels, so schätzt Claudia Kerber nach dem ersten Jahr als Pflegeberaterin bei der IKK ein, werde ihre Arbeit immer mehr an Bedeutung zunehmen. Das hätten auch positive Rückmeldungen von Angehörigen und Betroffenen gezeigt. Manchmal seien nur kleine Impulse nötig, manchmal Unterstützung in verschiedenen Lebensbereichen, wenn Menschen pflegebedürftig werden. Deshalb rate sie Versicherten und ihren Angehörigen immer, so Kerber, sich frühzeitig Gedanken um das Thema Alter und Pflege zu machen, um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Zur Aufgabe der Pflegeberaterin gehört es, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu allen Leistungen der Pflegeversicherung zu beraten. Denn bevor jemand Leistungen von Pflegekasse und Co. erhält, ist viel Papierkram zu erledigen. Betroffene seien in der Notsituation meistens erleichtert, wenn ich ihnen jemand durch den Bürokratie-Dschungel helfe und versuche, für sie die optimale Lösung zu finden.

Für sie sei wichtig, dass die Pflegebedürftigen gut versorgt und entsprechend untergebracht seien, ihre notwendigen Medikamente und Hilfsmittel erhielten und die Kosten gedeckt seien. Manchmal säßen bei der Suche nach einer guten Lösung neben den Angehörigen auch Pflegedienste, Hausärzte oder bestellte Betreuer mit am Tisch.