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Zahl der Einbrüche steigt in Bottrop um ein Drittel an

14.03.2016 | 18:47 Uhr
Zahl der Einbrüche steigt in Bottrop um ein Drittel an
So sieht ein sicheres Fenster aus, erläutert Hauptkommissar Detlef Lehmann (links). Auf solche Vorbeugungsaktionen führt die Polizei zurück, dass immer mehr Einbrecher an Sicherungssystemen scheitern.Foto: Joachim Kleine-Büning

Bottrop.   Gesamtzahl der Taten ist aber auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken. Mehr Straftaten gegen das Leben, weniger Sexualdelikte, weniger Gewaltkriminalität.

Die gute Nachricht, die die Polizei zu verkünden hat: Die Gesamtzahl der in Bottrop verübten Straftaten lag im vergangenen Jahr mit 8836 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist nach zwei Jahren der Rückgänge um mehr als ein Drittel gestiegen. Ein Lichtblick für die zuletzt oft frustrierten Beamten im Einbruchskommissariat: Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen ist von blamablen 4 Prozent im Jahr 2014 auf mehr als 26 Prozent gestiegen, das liegt deutlich über dem Landeswert und auch über dem Schnitt im Bereich des Präsidiums Recklinghausen.

Die gestiegene Aufklärungsquote ist Ergebnis von Ermittlungserfolgen, bei denen mehrere überörtlich agierenden Banden aus Südosteuropa gestellt wurden. Der Leiter der Direktion Kriminalität im Präsidium, Holger Haufmann, führt sie aber auch zurück auf die wachsende Aufmerksamkeit von Nachbarn. „Für Tataufklärungen sind die Hinweise aufmerksamer Bürgern wichtig. Wir erhalten auch jetzt schon regelmäßig solche Hinweise. Wenn wir allerdings das wüssten, was Nachbarn sehen und hören, könnten wir noch deutlich mehr Einbrüche klären.“ Deshalb appelliert er an die Bürger, in ihrem Wohnumfeld noch genauer hinzuschauen: „Neben der Aufmerksamkeit der Polizei ist es wichtig, dass die Menschen aufeinander achtgeben und verantwortlich handeln. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte sich daher niemand scheuen, die 110 zu wählen.“

Natürlich weiß Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, welch verstörende Auswirkung eine steigende Zahl von Einbrüchen auf das subjektive Sicherheitsgefühl hat. Deshalb versichert sie: „Direktionsübergreifend arbeiten meine Beamten daran, dieses besonders sozialschädliche Delikt einzudämmen. Wir werden unsere Konzepte unvermindert weiterführen.“ Besonders die überörtlich agierenden Banden hätten die Ermittler im Visier.

Bei immer mehr Einbruchstaten bleibt es beim Versuch, weil die Täter nicht in die Wohnung kommen. Inzwischen liegt der Anteil der Versuchstaten bei fast 45 Prozent, das ist der höchste Wert mindestens der letzten 10 Jahre in der Polizeistatistik. Auch das wertet Friederike Zurhausen als Erfolg polizeilicher Arbeit. „Damit blieben die Täter in fast jedem zweiten Fall erfolglos. Dies dürfte mit unserer engagierten Präventionsarbeit zusammenhängen. Im letzten Jahr führten wir in fast allen Städten Schwerpunktaktionen durch, in denen Fachleute insbesondere mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern vorstellten. Diese Aktionen haben bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zu entsprechenden Nachrüstungen geführt.“

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2016-03-14 18:47
Bottrop