Wissenschaftler referiert über den ,Islamischen Staat’

Im VHS-Forum referiert der Politikwissenschaftler Dr. Jochen Hippler zum Thema „Der Aufstand des „Islamischen Staates“ in Syrien und dem Irak“. Ein Jahrzehnt nach dem Beginn des US-Krieges gegen Saddam Husseins Irak begann in Syrien und dem Irak eine extremistische Gruppe von sich Reden zu machen, die an Gefährlichkeit und Bedeutung Al Qaida schnell in den Schatten stellte: Der „Islamische Staat“. Im Frühsommer 2014 brachte er dann große Teile des Nord- und Westirak blitzartig unter seine Kontrolle und wurde zur finanzstärksten jihadistischen Organisation weltweit.

Der Vortrag behandelt die Ursachen für den Aufstieg des „Islamischen Staates“ und den für seine erstaunliche Geschwindigkeit, den Charakter dieser Organisation und die Gründe für seinen zu erwartenden Niedergang. Dabei werden die Entwicklungen in Syrien und dem Irak der letzten Jahre zum Ausgangspunkt genommen.

Zur Person: Jochen Hippler, Jahrgang 1955, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Entwicklung und Frieden an der Universität Duisburg. Er ist Koordinator des Projektes „Dialog der Kulturen“ für das Deutsche Orient-Institut (Hamburg) unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Poltische Identitäten nationaler, ethnischer und religiöser Art im Kontext von Konflikten und Kriegen sowie bei der Demokratisierung von Gesellschaften, zudem der interkulturelle Dialoge, der Nahe und Mittlere Osten. Hippler gilt auch als Experte für Strukturveränderungen der internationalen Politik.