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Wirtschaft und Politik wünschen sich mehr Pfadfinder

24.10.2007 | 18:42 Uhr

Sie haben gelernt, in Teams zu arbeiten und gemeinsam Probleme zu lösen

INTERVIEW Dennis Kaschulla (29) ist Bezirksvorstand der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) für Bottrop und Gladbeck. Er sprach mit WAZ-Volontär Dirk Nordhoff.

Wie viele Pfadfinder gibt es in Ihrem Bezirk?

Kaschulla: Insgesamt gut 750, davon 500 in Bottrop. 60 bis 65 Prozent sind sieben bis 13 Jahre alt, der Rest ist 13 bis 20. Bundesweit hat die DPSG 95 000 Mitglieder. Im nächsten Jahr sollen es 100 000 werden.

100 000? Ich dachte, Pfadfinder gelten als uncool?

Kaschulla: Wer sagt denn sowas? Wir kommen bei Jugendlichen und ihren Eltern sehr gut an, weil wir junge Menschen zu Selbständigkeit und Eigenverantwortung erziehen.

Wie machen Sie das?

Kaschulla: Wir sagen nicht: "Heute lernst Du, ein Zelt aufzubauen." Das ist ein stetiger Prozess des unbewussten Lernens. Die Pfadfinder lernen dabei viel fürs Leben, etwa, im Team zu arbeiten und sich als Gruppe ein gemeinsames Ziel zu erarbeiten.

Das klingt nach den so genannten soft skills, die in fast allen Bewerbungsgesprächen die Spreu vom Weizen trennen.

Kaschulla: So ist es. Aus den Reihen der Politik und Wirtschaft hören wir regelmäßig: Wir würden gerne mehr Pfadfinder haben. Bill Gates war übrigens früher einer, genau wie Neil Armstrong, der Mondfahrer, und viele andere.

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