Wirtschaft in stabiler Verfassung
08.02.2012 | 18:09 Uhr 2012-02-08T18:09:00+0100Die IHK Nord-Westfalen kann in ihrer aktuellen Unternehmens-Umfrage solide Prognosen verlauten. Die Wirtschaftslage wird als weitestgehend positiv bewertet, die Erwartungen bleiben verhalten.
Die Unternehmen in der Emscher-Lippe-Region zeigen sich weiter unbeeindruckt von möglichen Konjunkturrisiken. Nach einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen ist das Wirtschaftsklima in der Region weitgehend stabil geblieben: „Die Stimmung unter den Unternehmen ist insgesamt gut, sie bleiben vorerst zuversichtlich“, fasste IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage zusammen.
Blick nach vorne
Fast jedes zweite Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage als „gut“ (45 Prozent). Dieser Anteil ist seit einem Jahr nahezu unverändert und so hoch wie vor der Finanzkrise vor viereinhalb Jahren. Knapp sechs Prozent bezeichnen die momentane Lage als schlecht, für 50 Prozent ist sie befriedigend.
Für die Zukunft rechnen zwei von drei Unternehmen in den nächsten Monaten mit gleichbleibenden Geschäften (69 Prozent). Jeder fünfte Betrieb erwartet eine Verschlechterung, jeder achte Betrieb eine anziehenden Konjunktur.
Risiken werden erkannt
„Die mittelständischen Unternehmen sehen sich gut aufgestellt, wenn es um die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen geht“, stellt der Hauptgeschäftsführer fest. Gleichwohl sei den Unternehmen klar, dass ihre solide wirtschaftliche Lage an Boden verlieren würde, sollte die Finanzkrise noch weiter eskalieren.
Trotz aller Zuversicht haben die Unternehmen die Konjunkturrisiken genau im Blick. Mögliche Belastungen sehen die Unternehmen vor allem in einer nachlassenden Inlandsnachfrage, steigenden Energie- und Rohstoffstoffpreisen und neuerdings verstärkt auch die unsteten wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Insbesondere die Sorge, dass die Euro-Schuldenkrise nicht entschärft werden kann und sich zu einer massiven Bedrohung der Konjunktur auswächst, als immer größeres Risiko“, so Schulte-Uebbing.
Positiv bleiben
Trotz aller Zukunftsrisiken ist die Einstellungsbereitschaft der Betriebe nur ganz leicht gesunken. Weiterhin planen deutlich mehr Betriebe Einstellungen als Entlassungen (19 gegenüber 12 Prozent). Über zwei Drittel planen mit einem gleichbleibenden Personalstand. Überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse planen zum Beispiel der Maschinenbau und die unternehmensbezogenen Dienstleister.