Wirtschaft fürchtet Dämpfer

Einen konjunkturellen Dämpfer im neuen Jahr befürchtet Dirk W. Erlhöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen. „Die Ergebnisse unserer Konjunktur-Umfrage deuten darauf hin.

Nur noch eine Minderheit von 49 Prozent der befragten Unternehmen erwarte für die nächsten sechs Monate bessere bzw. gleichbleibend gute Geschäfte. „Wir müssen aktuell davon ausgehen, dass das Jahr 2015 zumindest im ersten Halbjahr ein wirtschaftlich schwieriges wird“, so Erlhöfer. „Entsprechend gering“ sei der Spielraum für Lohnerhöhungen. „Ich hoffe, wir können die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE von ihren derzeit überhöhten Forderungen auf ein verträgliches Maß herunterbringen“, so Erlhöfer.

Noch positiv und damit weiterhin vom Konjunkturtrend abgekoppelt sei die Beschäftigungsentwicklung 2015: 61 Prozent der Befragten planen mit stabilen Verhältnissen, 20 Prozent können sogar neues Personal einstellen, 17 Prozent müssen abbauen. Damit bleibt der Beschäftigungssaldo zum fünften Mal hintereinander positiv. Ähnlich erfreulich sieht es bei der Ausbildungsplanung aus. 62 Prozent der Befragten gehen von einem gleichbleibenden Ausbildungsplatzangebot aus.