„Wir sind noch stärker betroffen“
13.07.2010 | 18:20 Uhr 2010-07-13T18:20:00+0200
Bottrop.An der Vonderbergstraße in Vonderort schreiten die Arbeiten für die Lärmschutzwand voran, man ist schon bei den Betonarbeiten für die Fundamente - in der kleinen „Enklave“ auf der anderen Seite der Bahn tut sich nichts.
„Dabei sind wir sogar noch in stärkerem Maße von der Lärmemission der Bahn betroffen“, sagt Franz-Josef Broß, der an der Straße Im Brahmkamp wohnt.
Im Brahmkamp und den Nachbarstraßen Lüderitz- und Wissmannstraße seien die Bewohner von ca. 40 Häusern einem noch größeren Lärm ausgesetzt als die Vonderorter auf der anderen Seite der Bahn.
„Da geht es doch vor allem um den selten fahrenden Personenzug - bei uns fahren aber Güterzüge, auch Gefahrguttransporter, auf diesem Abschnitt der so genannten Betuwe-Linie mit enorm hoher Geschwindigkeit und erzeugen dadurch eine hohe von Behörden anerkannte Lärmbelastung und ein hohes Gefahrenpotenzial.“ Weitere Lärmbelästigungen kämen durch den Tag und Nacht stattfindenden Rangierbetrieb.. „Haben Sie schon einmal die sog. Flüsterbremsen der Güterzüge gehört“, fragt er in einem Brief, den der jetzt an die DB Netz geschrieben hat.
Mit Befremden hätten die Anwohner jetzt festgestellt, dass der Zaun für den aktiven Lärmschutz (eine Lärmschutzwand) ca. 50 Meter vor dem Brahmkamp in Höhe der Haus-Hove-Straße ende und Franz-Josef Broß fragt: „Gilt für die Bewohner Im Brahm-kamp und Nebenstraßen nicht die EU-Richtlinie Lärm? Oder gilt diese erst ab 100 Häusern oder fehlt uns einfach die Lobby?“
Mit einem passiven Lärmschutz - sprich: Schallschutzfenstern - werde man der enormen Lärmbelastung nicht gerecht, sagt Broß. Das heiße ja, man könne nie die Fenster aufmachen geschweige denn im Garten sitzen. Dem Argument, Schallschutzwände hier im Wohngebiet rund um den Brahmkamp würden nur die Häuser verdunkeln, kann er nicht folgen: „Es gibt doch auch transparenten Lärmschutz.“ Gar nicht weit in der Nachbarschaft z.B. am Emscherschnellweg in Höhe von Ebel zu sehen.
Franz-Josef Broß hat sich jetzt erst einmal an die Bahn gewandt (vor allem auch im Hinblick darauf, dass zu lesen war, dass die Bahn viel Geld für Lärmschutz gar nicht abgerufen hat. Er will sich auch noch an die örtliche Politik wenden und für einen Lärmschutz kämpfen.
„Wenn’s sein muss, sammele ich auch Unterschriften, die bekomme ich schnell zusammen“, sagt Broß. Was bei gleicher Belastung 50 Meter weiter notwendig sei, müsse doch auch für die Bewohner im Brahmkamp und Nebenstraßen gelten.
07:57
Ich kann Herrn Lobert nur zustimmen,
jetzt, wo man gesehen hat, daß nach jahrelangen hin- und her die Bauarbeiten für die Lärmschutzwand an der Vonderbergstraße begonnen haben, möchte die Enklave auf der anderen Seite das auch sofort!? Das hört sich für mich eher nach Kindergarten an, als an stichhaltige Argumente.
Ich habe selber gute Bekannte an der Lüderitzstr. wohnen, verbringe dort auch viel Zeit, und zwar auf der, der Bahn zugewanten Seite und ich kann behaupten, das die Lärmbelästigung längst nicht so schlimm ist, wie hier behauptet wird.
10:52
Hauptsache die Anwohner bekommen Ihre Ruhe, aber das die Freiwillige Feuerwehr Vonderort Probleme bekommt durch die enge Fahrbahn zu kommen das ist egal.
08:15
Jetzt könnte man auch wieder andersherum fragen: Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Standen erst die Häuser mit den derzeitigen Bewohnern in diesem Gebiet oder die Bahntrasse?
Selbstverständlich gibt es in diesem Bereich mehr Lärm als an anderen Orten. Aber, meiner Erkenntnis nach gibt es genügend freie Wohnungen in Bottrop und Umgebung. Wenn die Bahn mit ihrer Trasse und dem Lärm so stark stört, und dass schon ja nicht erst jetzt, sondern schon seit mehr als 100 Jahre (!), sollte man doch überlegen, ob man nicht einfach umzieht. Wie wäre es mit einem Grundstück im Wald. Aber warten Sie noch ein paar Tage: Ein Teil der Wälder in Bottrop ist ja bekanntlich noch gesperrt!
00:31
Wie immer: typisch Bahn! Der Mensch zählt nicht, nur Profit!