„Wir sind das Salz in der Suppe“

„Der Bedarf ist da, Frauen suchen den Austausch und die Gemeinschaft“, meint Ursel Leibold, die Vorsitzende der Frauenhilfe im Kirchenkreis. Gerade ältere Frauen würden sich im Ruhestand oder als Witwe neu besinnen auf neue Aufgaben und Kontakte.

Und die finden sie in dieser Gruppe. „Wir gestalten Kirche und Gesellschaft mit“, heißt es etwa bei der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, die ihr Selbstverständnis auf einer sechsteiligen Plakatserie verdeutlicht. „Wir sind das Salz in der Suppe“ heißt es auf einem der Plakate über den Einfluss und die Macht von Frauen in der evangelischen Kirche. Sie haben sich wichtigen gesellschaftspolitischen Themen zugewandt, wie der Überwindung von Gewalt, der Verantwortung für Schöpfung und wirtschaftliche Gerechtigkeit oder Inklusion und Teilhabe. Die Frauenhilfe ist Trägerin von Frauenberatungsstellen wie Nadescha für die Opfer von Menschenhandel oder Tamar und Theodora für den Ausstieg aus der Prostitution.

Weiterbildung ist immer wieder ein großes Thema in der Frauenhilfe, nicht nur auf Verbandsebene, sondern auch vor Ort. Man trifft sich zu vielen Veranstaltungen, schließt „auch im Alter noch feste Freundschaften“, so Ursel Leibold, und achtet aufeinander „damit keine verloren geht“.