Windrad-Projekt am Alpincenter kommt einen Schritt weiter

Ein Windrad auf der Südseite der Halde an der Prosperstraße ist möglich, meinen die Betreiber vom Alpincenter.
Ein Windrad auf der Südseite der Halde an der Prosperstraße ist möglich, meinen die Betreiber vom Alpincenter.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Anlage soll auf der sicheren Seite der Bottroper Halde stehen. Verwaltung empfiehlt inzwischen, das Verfahren in Gang zu setzen.

Bottrop.. Trotz der Probleme hält das Alpincenter die Halde an der Prosperstraße für stabil genug, um darauf ein großes Windrad für seine Stromversorgung zu stellen.

„Ohne Zweifel, das ist möglich“, betont Geschäftsleiter van Kranen. „Das Windrad soll ja auf die Südseite der Halde kommen, um eine möglichst große Distanz zu den Anwohnern herzustellen“, erklärt er. Diese Seite der Halde sei stabil. Außerdem betont van Kranen mit Blick auf den Zustand der Halde an der Prosperstraße: „Die Probebohrungen für das Windrad haben die größten Erkenntnisse gebracht“.

Rat trifft die Entscheidung

Die Stadtverwaltung empfiehlt mittlerweile, ein Verfahren zur Errichtung des Windrades am Alpincenter einzuleiten. Auch die Energie-Agentur NRW, die im Auftrag der Stadt vergeblich versucht hatte, einen Interessensausgleich zwischen protestierenden Anwohnern und Alpincenter herzustellen, sieht die Voraussetzungen dafür als gegeben an. Die Entscheidung aber dürfte der Rat frühestens im Sommer treffen.

Damit ist das Alpincenter mit seinen Windradplänen vorerst einen Schritt weiter gekommen. Falls der Rat den Weg für das formelle Verfahren frei gibt, bedeutet dies aber noch nicht, dass das Windrad auch gebaut werden darf. So hält die Energie-Agentur fest: „Es ist nicht auszuschließen, dass neue Erkenntnisse gewonnen werden, die die Zulässigkeit des geplanten Windrades am Alpincenter ausschließen“. Dabei wird neben einer Fülle von Faktoren auch wieder die Beurteilung der Standsicherheit eine Rolle spielen. Auch die Höhe des Windrades stehe nach wie vor in Frage, heißt es.

Die Anwohner lassen unterdessen in ihrem Protest nicht nach. Die Bürgerinitiative hat für den kommenden Montag, 13. April, Vertreter der Ratsparteien zu einem Treffen in die Siedlung eingeladen.