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Plattdütsche

Wilder Westen hält Einzug ins Ludgerushaus in Bottrop

17.01.2016 | 17:10 Uhr
Beste Stimmung bei der ersten Prunksitzung der Plattdütschen der Session im Ludgerushaus.Foto: Winfried Labus / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Erste Prunksitzung der Plattdütschen in der Session mit 160 feierwütigen Karnevalisten. Der Saal verwandelte sich in einen Saloon, in dem fröhlich geschunkelt und gelacht wurde.

Wenn schöne Indianerinnen und tollkühne Cowboys den Fuhlenbrock unsicher machen, haben wir keine Zeitreise in den Wilden Westen gemacht – nein, es ist wieder Karneval bei den Plattdütschen ut Waold un Hei. Traditionell feierte der Heimatverein am Wochenende seine erste Sitzung im Ludgerushaus und fuhr mit einem lustigen Programm auf. Der Saal verwandelte sich eigens dafür in einen Saloon: Von der Decke hingen Cowboyhüte, und Deko aus Heu wurde stilecht in Bierflaschen auf den Tischen platziert. Alles passend zum diesjährigen Motto: „Wenn die Präriehunde heulen und die Kojoten schrei’n, zieh’n die Plattdütschen in den Wilden Westen ein“.

Viel Arbeit hinter den Kulissen

Ausgelassen Feierstimmung sorgt für einen unvergleichlichen Abend. „Es macht so viel Spaß alles vorzubereiten, auch wenn es eine Menge Arbeit im Voraus bedeutet“, erklärt Vorstandsmitglied Angelika Gleißner. Und diese Arbeit hat sich gelohnt: Fröhliches Schunkeln und lautes Lachen begleiten den Abend mit Höhepunkten wie dem Prolog, der traditionell auf plattdütsch gehalten wird. Aber auch Funken- und Showtanz der vereinseigenen Garde sorgen für die richtige Stimmung auf der Sitzung.

Doch auch hinter den Kulissen ist einiges los. Petra Nowara steht seit Jahren bei den Sitzungen in der Küche und bereitet Mettbrötchen und Currywurst zu. „Bei 160 Mann ist das schon einiges an Arbeit“, gibt sie zu. Mit ihrem Mann ist sie schon seit 1992 im Verein tätig. „Uns macht das viel Spaß, wir bekommen ja auch etwas von der Veranstaltung mit. Mein persönliches Highlight ist es, wenn die Menschen das Essen gut annehmen. Dann wissen wir, dass wir alles richtig machen. Aber auch die Tänze der Garden sind immer toll.“

Prunksitzung

Traditionsgemäß sind heut nicht nur Oberbürgermeister Bernd Tischler und andere städtische Größen anwesend, sondern auch das Stadtprinzenpaar samt Garde. „Obwohl wir nicht offiziell im Bottroper Karneval dabei sind, weil wir nun mal ein Heimatverein und kein Karnevalsverein sind, haben wir ein enges Verhältnis zu den anderen Vereinen“, so Angelika Gleißner. „Heute sind alle Vereine vertreten und wir versuchen, auch zu allen anderen Veranstaltungen zu gehen. Dort treten ein paar von uns dann auch auf.“ Neben den eingefleischten Karnevalisten gibt es heute aber auch Neu-Jecken. „Ich bin jetzt auf meiner zweiten Sitzung hier“, erzählt Stephanie Lenz. „Ich bin erst seit letztem Jahr so richtig im Karneval drin und habe ihn auch sonst nie gefeiert. Es macht viel Spaß – ich habe die Jahre davor einiges verpasst.“ Besonders wichtig für die Plattdütschen ist das Gemeinschaftsgefühl. „Wir haben so eine Harmonie, alle arbeiten mit und packen an und alles läuft unkompliziert“, bekräftigte Gleißner. „Normal auf der Straße mit tausend anderen Menschen könnte ich gar nicht feiern.“

Ihr persönlicher Höhepunkt ist der Abschluss des Abends: die Ruhrpott-Band „Trallafitti“. „Die machen jedes Jahr noch einmal ordentlich Lärm und alle stehen auf den Tischen. Da vergisst man seine Sorgen und feiert einfach mit.“

Katrin Simoneit

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Wilder Westen hält Einzug ins Ludgerushaus in Bottrop
Wilder Westen hält Einzug ins Ludgerushaus in Bottrop
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http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/wilder-westen-haelt-einzug-ins-ludgerushaus-in-bottrop-id11471223.html
2016-01-17 17:10
Bottrop