Wie zu Baden-Powells Zeiten
02.08.2007 | 20:56 Uhr 2007-08-02T20:56:01+0200Bottroper Pfadfinder erneuern ihr Pfadfinderversprechen. Sie erinnern damit an die Gründung der Pfadfinder vor genau 100 Jahren. Scouts auf der ganzen Welt feiern das große Jubiläum
STAMM IMPEESA VOM TETRAEDER BIS NACH DÄNEMARK Die beiden Lauras sowie Jonas, Greta und Lara hatten am Mittwochmorgen eins gemeinsam. Trotz Sommerferien mutierten sie zu Frühaufstehern, um ihr Pfadfinderversprechen zu erneuern. Damit waren sie aber nicht allein, denn auf der ganzen Welt erneuerten die Pfadfinder an diesem Morgen ihr Versprechen, weil genau vor 100 Jahren Baden-Powell das erste Pfadfinderlager überhaupt auf Brownsea Island vor England eröffnet hatte.
Für den zehnjährigen Jonas vom Stamm Impeesa aus St. Cyriakus ein ganz besonderes Erlebnis, schließlich ist er selbst auch gerade mit seiner Gruppe in Dänemark im Sommerlager. "Ich habe die ganze Zeit daran gedacht, dass jetzt überall auf der Welt alle Pfadfinder dasselbe machen wie wir", gesteht er. Um halb sechs sei in Dänemark am Lagerplatz die Sonne aufgegangen. "Da haben wir uns alle im Kreis aufgestellt und am See unsere Versprechensformel aufgesagt", erklärt die 13-jährige Lara. Klar, dass frühe Aufstehen sei schon etwas doof gewesen, räumt Jonas ein, "vor allem weil es am Abend vorher keine Nachtruhe gab und ich bis Mitternacht draußen war." Trotzdem, die Anstrengung habe sich gelohnt.
Das findet auch die Stammesvorsitzende Tina Jansen. "Wir haben am Tag vorher das Versprechen in den einzelnen Gruppen vorbereitet und den Kindern erklärt, was dahintersteckt und man hat morgens gemerkt, dass viele doch beeindruckt waren von der Atmosphäre." Anschließend haben die Jugendlichen symbolisch ein Papierboot mit ihrem Versprechen zu Wasser gelassen. Die 35 Pfadfinder aus Impeesa wollen gemeinsam die Pfadfindergesetze beachten, in ihrer Gemeinschaft verantwortlich handeln und Gott in ihrem Leben erkennen. Gar nicht so einfach, dieses Versprechen immer einzuhalten, das findet auch die zwölfjährige Greta. "Manchmal denkt man da einfach nicht dran, aber wir sind ja zum Glück soviele, da kann man sich immer wieder gegenseitig erinnern."
Die beiden Lauras mussten nicht bis Dänemark fahren, um ihr Pfadfinderversprechen zu erneuern. Mit den anderen Jungen und Mädchen vom Gladbecker Stamm St. Elisabeth hatten sich die beiden schon vor Sonnenaufgang zu Fuß in Gladbeck auf den Weg gemacht und waren dann die Halde am Tetraeder hinaufgekraxelt. Hier legte die Gruppe bei den ersten Sonnenstrahlen das traditionelle Pfadfinderversprechen Baden-Powells ab. "Na ja ein bisschen bekloppt sind wir ja schon, in den Ferien so früh aufzustehen, aber für die Pfadfinder machen wir das gerne", lachen die beiden Zehnjährigen. Andächtig versprechen sie, anderen Menschen zu helfen, das Pfadfindergesetz zu erfüllen und an Gott zu glauben. "Klar halten wir uns an das Versprechen", sind die beiden Zehnjährigen überzeugt.
Auch die Gladbecker Gruppe hat sich ausführlich auf das Versprechen vorbereitet, erklärt die Stammesvorsitzende Katja Weber. "Wir haben uns am Abend vorher getroffen, haben im Jugendheim übernachtet und da verschiedene Spiele rund um das Thema Versprechen und Pfadfindergesetze gemacht." Aber auch nach der Versprechensfeier auf der Halde ist der Tag noch nicht zu Ende. "Wir besuchen im Anschluss noch kranke Gemeindemitglieder, weil wir unser Versprechen zu helfen, auf diese Art sofort mit Leben füllen können. Die beiden Lauras jedenfalls sind von dem Tag begeistert. "Es ist super zu wissen, dass genau das, was wir heute machen, Baden-Powell vor 100 Jahren auch gemacht hat.""Ich hab' die ganze Zeit an die anderen Pfadfinder auf der Welt gedacht"
"Es ist super, dass wir genau das machen, was Baden-Powell auch gemacht hat"
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