Widerstand gegen die Quellenbusch-Pläne

Der marode Zustand des Quellenbusch, kurz hinter der Kreuzung mit dem Freitagshof.
Der marode Zustand des Quellenbusch, kurz hinter der Kreuzung mit dem Freitagshof.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Den Anwohnern ging ein Muster-Einspruch zu, den sie an den Oberbürgermeister senden sollen. Unklar ist allerdings, wer das Schreiben verfasst hat.

Bottrop..  In Vonderort regt sich Protest gegen die vorgestellten Ausbau-Pläne der Straße Am Quellenbusch. Anwohner haben nun in ihrem Briefkasten ein Musterschreiben gefunden, das sie mit ihrem Namen und der Unterschrift versehen an den Oberbürgermeister senden sollen. Aus dem zweiseitigen Schreiben, das auch der WAZ vorliegt, geht der Verfasser aber nicht hervor.

Grundsätzlich, so heißt es darin, sei es aus Bürger- und Anwohnersicht außerordentlich zu begrüßen, „dass der jetzige marode Zustand der Straße und Gehwege endlich beseitigt werden soll.“ Doch es folgt ein großes „aber“. „Allerdings scheint mir der Umfang der geplanten Maßnahmen deutlich überzogen.“ Der Schreiber bezeichnet den Quellenbusch als „Wohnstraße“, eine Verbreiterung des Querschnitts sei nicht erforderlich. „Wir wollen keinen weiteren Ausbau der Rennstrecke, sondern fordern einen Rückbau“. Das ist in den Augen des Verfassers eine Forderung, die die Anlieger unterscheiben sollen. Er führt weiter an, dass das zu einer Kostenersparnis für Stadt und Anwohner führe.

Gleichzeitig folgen weitere Forderung, die so oder ähnlich in der Bürgerversammlung erhoben wurden – etwa die nach Tempo 30 auf der Straße sowie Straßeneinbauten nach dem Vorbild der Armeler Straße. Zusätzlich wird eine Einbahnstraßenregelung gefordert. Die sieht – in einer Ausbauvariante und auf einem Teilstück – auch das Tiefbauamt vor.

Dann greift der Schreiber in die Vonderorter Geschichte und erinnert an die Bebauung des Hansiepenbuschs. In dem Zusammenhang gab es den Plan, die Straße Am Freitagshof durchzubauen und mit der Armeler Straße zu verbinden. Dieser Plan solle umgesetzt werden, „was zu einer zukunftsträchtigen Entzerrung des Gesamtverkehrs und Entlastung des Quellenbusch führt“.

Auch um die Entwässerung der Erschließungsstraße sorgt sich der unbekannte Verfasser des Einspruchs – gerade mit Blick auf die zusätzliche Belastung durch das Altenheim. In den Augen des Verfassers ist es „notwendig, die Querschnitte der Abwasserrohre zu vergrößern“. Sonst drohten in Zukunft geflutete Keller, so die geäußerte Sorge.