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Wenn werdende Mütter nicht mehr weiter wissen

08.10.2009 | 09:00 Uhr

Bottrop. Sozialdienst katholischer Frauen hilft Schwangeren und Familien in Konfliktsituationen - 436 Betroffene suchten im vergangenen Jahr Unterstützung.

Im Büro von Anette Michelis zieren Baby- und Kinderfotos die Wände. Sie haben sich über die Jahre angesammelt. Manche Familien bedanken sich so bei der Schwangerschaftsberaterin des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). Anette Michelis konnte schon vielen schwangeren Frauen und werdenden Eltern bei ihren Problemen helfen. Da geht es um sehr frühe Mutterschaft, fehlendes Erziehungswissen oder finanzielle Schwierigkeiten. „Die Frauen oder Familien kommen, weil sie alleine nicht mehr weiter wissen. Oft sind sie mit der Gesamtsituation einfach überfordert”, sagt die Schwangerschaftsberaterin.

Im letzten Jahr suchten 436 Betroffene Hilfe beim SkF, darunter 298, die zum ersten Mal in die Beratungsstelle kamen. Beim ersten Gespräch kommen die Anliegen der Frauen auf den Tisch. Dann werden die Probleme nach und nach angepackt. „Wir arbeiten eng mit anderen Stellen wie dem Tagesdienst, der Entscheidungsberatung oder den Bottroper Ämtern zusammen, um den Familien schnell zu helfen”, sagt Anette Michelis.

Unterstützt wird der SkF von der Bundesstiftung „Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens” und des Diözesan-Hilfsfonds. So standen der Einrichtung für diesen speziellen Beratungsdienst im vergangenen Jahr knapp 170 000 Euro zur Verfügung.

Neben dem SkF beraten auch Donum Vitae, die Beratungsstelle für Lebensfragen der Ev. Kirche, die Schwangerschaftsberatung im Gesundheitsamt sowie zwei Ärzte in Konfliktsituationen.

Der SkF vereinbart Termine an der Pfarrstraße 8a, Stadtmitte, oder telefonisch unter 02041/18663-77.

Marcus Friedrich

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