Weiterer Fördertopf kommt in Sicht

OB Bernd Tischler (rechts) und Klaus Müller, Leiter des Projektes Innovation City, bei der Präsentation des Zukunftsstadt-Wettbewerbs.
OB Bernd Tischler (rechts) und Klaus Müller, Leiter des Projektes Innovation City, bei der Präsentation des Zukunftsstadt-Wettbewerbs.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mit der Vision von „Bottrop 2030+“ ist das Projektbüro Innovation City gut unterwegs beim Bundeswettbewerb. Nächster Anlauf heißt „Bottrop 2018+“.

Bottrop..  Bürgerbeteiligung ist derzeit ein erfolgversprechender Weg zu den Fördertöpfen der Bundesministerien. Das hat das Projektbüro Innovation City beim Bundeswettbewerb „Zukunftsstadt“ mit der „Vision 2030+“ bewiesen. Jetzt will die Stadt den Bürgerdialog noch besser organisieren. Dafür holt sie sich nicht das Gutachten eines teuren Instituts, sondern will selbst lernen. Im besten Fall wird dieser Lernprozess auch noch bezahlt: mit 500 000 Euro an Fördergeldern aus dem Etat des Bundesbildungsministerium.

Den Zuschlag als „Innovation City Ruhr“ hat Bottrop auch bekommen, weil das Projektbüro ein überzeugendes Konzept der Bürgerbeteiligung vorlegen konnte. Darauf hat das Projektbüro beim Wettbewerb „Zukunftsstadt“ aufgebaut und dabei neue Formate ausprobiert wie die „Werkstattgespräche“ zu Themen wie Struktur- oder Klimawandel. Dabei debattierten Bürger mit Experten auf der Basis von Ideen, die vorher auch schon gemeinsam mit Bürgern gesammelt worden waren. „Viele Dinge, die wir beim Wettbewerb gelernt haben, werden uns in Zukunft weiter helfen bei der Bewerbung um weitere öffentliche Förderung.“ Darüber ist sich Dorothee Lauter sehr sicher. Die stellvertretende Leiterin des Projektbüros spricht von einem „Baukasten von Techniken, die wir in verschiedenen Kombinationen bei künftigen Projekten einsetzen können“.

Onlinebörse für Händler

Die Kunst der Bewerbung

Noch einen Schritt weiter soll die Frage führen: Wie können wir das Wissen der Verwaltung, die Vorgaben der Politik, die Ideen der Bürger und die Bedürfnisse der Unternehmen noch intelligenter zusammen führen? Mögliche Antworten darauf will die Verwaltung gemeinsam mit zwei Instituten aus Gelsenkirchen und dem hessischen Friedberg erproben. „Bottrop 2018+“ heißt die Projektskizze dazu, mit der die Verwaltung sich bewirbt für das Förderprogramm „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ des Bundesforschungsministeriums.

Eine Expertenjury hat die Skizze schon interessiert abgenickt und einen Förderantrag angefordert. Den muss die Stadt bis zum 15. Februar liefern. Der Titel des Förderprogramms klingt abstrakt, die angepeilten Projektergebnisse dagegen hören sich sehr konkret an: Heraus kommen soll eine Online-Vermarktungsplattform für den heimischen Einzelhandel, Kooperationen zwischen Handwerk und Hochschule sowie den Freizeitstandort Bottrop zu bereichern durch spezielle Angebote für die „Generation 50 plus.“