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WAZ-Leser zweifelt an steter Straßenreinigung

16.02.2016 | 07:00 Uhr
WAZ-Leser zweifelt an steter Straßenreinigung
Die Kehrmaschinen der Best säubern mit dem seitlichen Besen die Ablaufrinnen, mit dem unterhalb des Fahrzeugs die Fahrbahnen.Foto: Birgit Schweizer

Bottrop.   Er schätzt, dass viele Reinigungen ausfallen, etwa wegen schlechter Straßen. Best-Vorstand widerspricht. Bei Baustellen gibt es Gebühren zurück.

Meist einmal in der Woche rauscht der Besenwagen der Stadtreinigung durch die Straßen. Einige Straßen werden gar zweimal wöchentlich gefegt, andere gar – etwa Rathausplatz oder Teile der Kirchhellener Straße – täglich. Es gibt aber auch Straßen in der Stadt, die reinigt die Best gar nicht. Hier ist es Sache der Anlieger, Fahrbahn und Ablaufrinne sauber zu halten.

Auf seiner Internetseite hat der städtische Entsorger das Straßenverzeichnis veröffentlicht, dort ist für jedermann ablesbar, in welche Reinigungsklasse seine Adresse fällt.

Doch wird auch tatsächlich so gereinigt, wie dort aufgeführt? Ein WAZ-Leser hat seine Zweifel. Er schätzt, dass zehn Prozent der turnusmäßigen Reinigungen ausfallen. Gründe dafür: Teils seien die Straßen zu stark zugeparkt, teils einfach zu marode und der Einsatz der Besen würde der Fahrbahn den Rest geben, so seine Einschätzung.

Dem widerspricht Best-Vorstand Uwe Wolters. Zwar hätten die Fahrbahnen nicht durchweg die Qualität von Autobahnen, „trotzdem können wir darüber mit den Kehrmaschinen fahren“. Anders sieht es tatsächlich bei den zugeparkten Straßenrändern aus. In dem Fall könne die Best mit der mittig unter dem Wagen angebrachten Bürste tatsächlich nur die Fahrbahn reinigen, nicht jedoch die Ablaufrinne. Doch rein rechtlich habe die Best ihre Pflicht damit erfüllt, sagt Wolters mit Verweis auf entsprechende Urteile aus anderen Städten. Dort wollten Anwohner nämlich einen Teil der Gebührengelder wieder haben, weil die Straße zu stark zugeparkt war. Damit scheiterten sie vor Gericht. Von Parkverboten zu Reinigungszeiten hält man bei der Best übrigens nichts, denn: „Die müssen ja auch kontrolliert und durchgesetzt werden. Sollen wir dann etwa abschleppen lassen?“, verweist Wolters auf den hohen Aufwand.

Wie viel Prozent der Reinigungen ausfallen, lasse sich so einfach nicht beziffern. „Wir kalkulieren in der Regel mit 40 Reinigungen im Jahr“, so Wolters, denn auch bei Frost falle sie schon mal aus. In der Reinigungsklasse 3, also bei wöchentlichem Fegen, sind 2,69 Euro pro Frontmeter und Jahr fällig.

Nun gebe es auch den Fall, dass die Straßenreinigung wegen einer Baustelle nicht möglich sei. Dann werde die Best im Vorfeld informiert, sagt Wolters. Und die Anwohner haben die Möglichkeit, sich auf Antrag anteilig ihre Gebühren erstatten zu lassen.

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2016-02-16 07:00
Bottrop