Wasserpreis gilt als akzeptiert

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Ein gesenkter Wasserpreis, dann allerdings weniger Qualität und Versorgungssicherheit - darauf können Verbraucher verzichten. Das ergab eine Kundenumfrage im Auftrag des regionalen Wasserversorgers RWW.

„Die Kunden sind bereit, für gute Leistung auch einen als leistungsgerecht eingeschätzten Preis zu bezahlen“, bilanzierte RWW-Geschäftsführer Franz-Josef Schulte. Denn lediglich zwei von hundert Befragten wären bereit, für einen niedrigeren Wasserpreis eine geringere Versorgungssicherheit in Kauf zu nehmen. Bei der Frage nach der Qualität war es nur jeder Hundertste.

Den Befragungsergebnissen kommt auch vor dem Hintergrund der vor drei Jahren vollzogenen Umstellung des Tarifsystems auf das „Systempreismodell“ eine große Bedeutung zu. Es basiert auf Wohneinheiten. RWW hatte damit eine Welle an Preisumstellungen in der Wasserwirtschaft ausgelöst.

Umstellung akzeptiert

Den Ergebnissen zufolge ist die Umstellung des Preissystems von den Kunden akzeptiert worden und hat die Zufriedenheit eher noch gestärkt, wie der Vergleich zu früheren Ergebnissen belege. Eine ähnlich große Kundengruppe wurde Mitte Dezember zum neuen Preissystem befragt. Demnach ist nur noch jedem Fünften die Umstellung bekannt, wobei sich davon die größte Gruppe auf die (Nebenkosten-) Abrechnung bezieht. Zudem haben 60 Prozent der Befragten erklärt, dass sie ohne Einschränkung mit dem neuen Preissystem zufrieden seien. Sieben Prozent waren es nicht.

„Die Einführung des neuen Preissystems kann als erfolgreich abgeschlossen bezeichnet werden. Das dürfte anderen vom Nachfragerückgang und demografischen Wandel betroffenen Unternehmen Mut machen, auf nachfragerobuste Tarife wie beim Systempreismodell umzustellen“, lautet das Fazit des RWW-Marketingleiters Siegfried Gendries.