Was haben Sie Ihrer Mutter zu verdanken?

Z Meine berufliche Karriere, da sie auf meinen Sohn aufgepasst hat. Sie liest mir immer alles vom Gesicht ab, ist immer da für mich – auch jetzt gerade wieder. Ich habe eine schwere Knieverletzung, sie hat mich geschoben als ich im Rollstuhl saß.“

Z Wo fange ich da nur an? Vor allem hat sie mich sportlich und kreativ unglaublich gefördert. Sie hat viel mit mir gebastelt, hat mir Gitarren- und Reitunterricht ermöglicht. Und ganz wichtig: Sie hat mich in der Pubertät ausgehalten.“

Z Freundlichkeit, Höflichkeit, anderen Menschen gegenüber rücksichtsvoll zu sein – einfach eine gute Erziehung. Sie hat mir Tugenden vermittelt, die man heute nicht mehr hat. Ich hoffe, dass ich all das an meine Kinder weitergeben konnte.“

Z Selbstbewusstsein. Meine Mutter hat mir immer gesagt, dass es nichts gibt, was ich nicht kann. Außerdem hat sie mir soziales Denken und Hilfsbereitschaft vermittelt, etwa indem sie armen Kinder aus der Ukraine bei uns eine Bleibe gegeben hat.“

Z Meinen Fleiß. Egal, ob in der Ausbildung oder Schule: Sie hat immer alles dafür getan, dass ich genug getan habe, da war sie wirklich sehr hinterher. Außerdem ist meine Mutter immer der Halt in der Familie gewesen, egal was auch gekommen ist.“

Z Meine Mutter ist gestorben, als ich sehr jung war. Ich hatte eine Ordensschwester, die ihre Rolle einnehmen musste. Von ihr habe ich vermittelt bekommen, auf Schwächere Rücksicht zu nehmen und auch mit wenigen Dingen zufrieden zu sein.“

Z Von ihr habe
ich gelernt, vor
anderen Leuten Respekt zu haben und jeden Menschen gleich zu behandeln. Außerdem habe ich meinen Sinn für gutes
Essen von ihr. Sie ist Italienerin
und kann ganz besonders gut
kochen.“

Z Dank ihr konnte ich auch als alleinerziehender Vater beruflich erfolgreich sein. Von ihr habe ich stets Geborgenheit zu spüren bekommen. Als ich einen schweren Unfall hatte und 67 Prozent meiner Haut verbrannt war, war sie jeden Tag für mich da.“