Was Bürger auf dem Herzen haben

Hundebesitzerinnen Bettina Dorn (re.) und Iris von Wysocki fragen bei OB Bernd Tischler nach, ob geplante Feuerwerke angekündigt werden können.
Hundebesitzerinnen Bettina Dorn (re.) und Iris von Wysocki fragen bei OB Bernd Tischler nach, ob geplante Feuerwerke angekündigt werden können.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Was die Bottroper auf dem Herzen haben, erfahren Oberbürgermeister Bernd Tischler sowie die Bürgermeister Monika Budke und Klaus Strehl in ihrer Sprechstunde. Die Anliegen sind vielfältig.

Bottrop..  So vielfältig wie das Leben selbst sind die Anliegen, die die Bottroper in der Bürgersprechstunde bei Oberbürgermeister Bernd Tischler vortragen. Vielen gemeinsam ist: Es sind Herzensangelegenheiten.

So bei diesem Ehepaar: Mit dem mächtigen Bau des Nachbarn sowieso seit langem unglücklich, zermürbt sie nun das Gebell seines Hundes, das ihrer Schilderung nach weit über das übliche Maß hinaus geht. Das Ordnungsamt haben die beiden schon eingeschaltet. Ihre Frage: „Kann man die Auflage machen, dass der Besitzer seinen Hund entsprechend erziehen lässt?“ Tischler sieht sich alle mitgebrachten Schriftstücke an, macht Notizen, hält Namen und Kontaktnummer fest, will sich nun mit dem Ordnungsamt abstimmen. „Ich werde für sie klären, ob wir den Nachbarn zur Hundeerziehung verpflichten können oder vielleicht zum Gespräch laden.“ Schriftlich will er später das Paar über den Fortgang informieren.

Volkhardt Kadzidroga wiederum ist fest verwurzelt an der Saarstraße – und sein „kleines Reich“ möchte er nicht verlassen, auch wenn es eher wenig Komfort bietet. Sein Problem: Für seinen schwerbehinderten Sohn braucht er ein barrierefreies Bad, das er sogar aus eigener Tasche umbauen würde. Er möchte aber sicher sein, dass diese Häuser der Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop (GBB) auch künftig Bestand haben. Kadzidroga könnte sich sogar vorstellen, sein Domizil zu kaufen. Tischler: „Ich weiß nicht, wie die Strategie der Gesellschaft ist. Ich werde das klären.“

Kundig machen will sich der OB auch im nächsten Fall, aber: „Sie dürfen nicht erwarten, dass ich jetzt sage: Sie brauchen nicht bezahlen.“ Zuvor hatte sein Gegenüber angeführt, dass er als Hartz-IV-Empfänger das Geld für die Ausstellung eines neuen Ausweises nicht aufbringen konnte – und nun deshalb noch Bußgeld zahlen soll.

Die Hundebesitzerinnen Bettina Dorn und Iris von Wysocki setzen sich dafür ein, dass alle angemeldeten Feuerwerke vom Ordnungsamt öffentlich bekannt gegeben werden – damit Spaziergänge mit allen schreckhaften Hunden darauf abgestimmt werden können. Zuvor bekam Tischler auch noch Besuch aus der Politik: Bezirksvertreter Stephan Peuler (CDU) hatte in Begleitung des Schermbeckers Antonius Jansen spontan die Chance genutzt, um auf ein Hemmnis beim geplanten Radwegebau an der Gahlener Straße aufmerksam zu machen: Bei Straßen NRW warte ein Vertrag darauf, unterzeichnet zu werden.

Parallel zum OB nahmen sich auch die Bürgermeister Monika Budke und Klaus Strehl den Vorschlägen und Sorgen der Bottroper an. Rund 15 Anliegen wurden diesmal vorgetragen; sonst sind es auch oft um die 30.