Was Bottroper Schüler von James Bond lernen

Experimentell: die Wissenschaftsshow des Josef-Albers-Gymnasiums. Am Schlagzeug sitzt Physiklehrer Florian Wältring.
Experimentell: die Wissenschaftsshow des Josef-Albers-Gymnasiums. Am Schlagzeug sitzt Physiklehrer Florian Wältring.
Foto: Josef-Albers-Gymnasium
Was wir bereits wissen
Am Josef-Albers-Gymnasium probieren junge Leute in der letzten Schulwoche vor den Ferien noch viele Projekte aus. Eine Wissenschaftsshow und ein Sport- und Kulturfest gehen über die Bühne .

Bottrop..  James Bond kann ja so ziemlich alles. In einer Szene in „Golden Eye“ zum Beispiel fällt ein Kleinflugzeug über eine Klippe, und was unternimmt „007“ alias Pierce Brosnan? Der Geheimagent, der auf seinem Motorrad auch in die Tiefe stürzt, steigt im freien Fall ins Flugzeug ein. Wäre so etwas möglich? - Theoretisch ja! Wer das nicht glauben mag, sollte die Wissenschaftsgala des Josef-Albers-Gymnasiums besuchen.

Unter dem Titel „Mad-MINTwoch“ lädt das Gymnasium gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West am kommenden Mittwoch, 24. Juni, zu der Abendshow in die Aula an der Schützenstraße ein. Ab 19 Uhr präsentieren die Schüler und Studenten ihrem Publikum nach einer Science Fair in einer Art Fernsehshow ihre Experimente und wissenschaftliche Ergebnisse. „Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Studierenden profitieren stark von diesem Projekt“, lobt Prof. Sylvia Schädlich die Zusammenarbeit.

Kochen mit Mikroorganismen

Die Wissenschaftsgala ist nur einer der Höhepunkte während der Projektwoche des größten Gymnasiums in der Stadt. Denn erstmals können die Schülerinnen und Schüler an der Schützenstraße die letzte Schulwoche vor den Sommerferien selbst mitgestalten. Neben Loriot-Sketchproben und Geocaching sowie Guerilla Gardening gibt es Angebote zum Kochen mit Mikroorganismen, zum Longboard fahren und Handarbeiten. „Unsere Schülerinnen und Schülerinnen konnten sich auf einer Online-Wahlplattform diejenigen Angebote auswählen, für die sie sich besonders interessieren“, erklärt Lehrerin Cornelia Klutzny. Außerhalb ihrer eigenen Klassen und Kurse verbringen die Schüler in der kommenden Woche zwei Schultage mit Mitschülern aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen.

Schulleiter Reinhard Schönfeld freut das sehr. Denn normalerweise sei die Luft bei Schülern wie Lehrern so kurz vor den Ferien ja schon ziemlich raus. „Endlich mal geht es nicht nur um Kaffee und Kuchen“, drückt der Oberstudiendirektor daher scherzend seinen Respekt für das Lehrerkollegium am Josef-Albers-Gymnasium aus, das das Programm für die Projektwoche über alle Jahrgangsstufen hinweg auf die Beine gestellt hat. „Bei über 1000 Schülern und 100 Lehrern war dies eine ganz schöne logistische Herausforderung“, meint Mitorganisator Florian Wältring. Denn auch die Hochschule Ruhr West beteiligt sich ja noch mit ihrem MINT4u-Projekt „Wie Roboter Emotionen zeigen und Gollum laufen lernt“, an der Projektwoche. Mittels Motion-Capturing-Technik können Projektteilnehmer dabei selbst wie eine Animationsfigur agieren oder sich mit Hilfe einer 3 D-Brille wie in virtuellen Welten fühlen. Die Ergebnisse der Projekttage präsentieren die Schülerinnen und Schüler nicht nur während der Wissenschaftsshow, sondern auch bei einem Sport- und Kulturfest. Auf dem Fest am Donnerstag, 25. Juni, tummeln sich zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr rund 1500 Leute im Jahnstadion. Die Rockbands der Schule spielen auf, es gibt Tanzeinlagen aus den Tanz-Projekten. Auch Theaterstücke werden zu sehen sein, während Sportlerinnen und Sportler unter Anfeuerungsrufen ihrer Mitschüler das Sportabzeichen ablegen können.