Wartungsarbeiten - Am Tetraeder in Bottrop wird jede einzelne Schraube kontrolliert
20.08.2012 | 18:50 Uhr 2012-08-20T18:50:00+0200
Bottrop. Der RVR führt am Tetraeder in Bottrop derzeit umfangreiche Kontroll- und Wartungsarbeiten durch. Vor allem die 948 Schrauben, die das Bauwerk auf der Halde zusammenhalten, und die Besucherplattform werden unter die Lupe genommen. Besonders der Wind setzt dem 60 Meter hohen Wahrzeichen zu.
948 Schrauben halten den Tetraeder zusammen, 948 Schrauben, die jetzt alle Stück für Stück kontrolliert werden. Gestern haben die Arbeiten an dem Bottroper Wahrzeichen auf der Halde begonnen, 20 bis 25 Arbeitstage hat der RVR dafür einkalkuliert. „Je nach Witterungslage können wir bis Ende September arbeiten“, erklärt Andreas Wellpoth, der zuständige Projektleier des RVR.
Der Wind setzt dem Tetraeder zu
Über ihm schweben – gut gesichert auf der Hebebühne – Matthias Schulten und Constantin Verwiebe. Letzterer ist Verantwortlich für die Arbeiten, und er weiß auch, was dem 60 Meter hohen Haldenereignis besonders zusetzt. Es ist der Wind. Denn die Halde selbst ist auch noch einmal 60 Meter hoch, und entsprechend zugig ist es dort oben. „Wegen der Dynamik durch den Wind müssen wir regelmäßig die Schrauben kontrollieren“, sagt Verwiebe. Er vergleicht es mit einem Auto. Auch dort setze die Dynamik der Bewegung den Schrauben zu.
Matthias Schult ist Stahlschornsteinbauer, jetzt arbeitet er am Tetraeder. Auf der Hebebühne hat er einen Hydraulikschrauber dabei. „Der ist eingestellt auf ein bestimmtes Drehmoment. Wenn sich die Schraube dann nicht bewegt, sitzt sie fest“, erklärt er. Mit 880 Newtonmeter sind die Schrauben – Durchmesser 24 Millimeter – festgezogen.
Gerade die freischwebenden Ecken des Bauwerks sind anfällig. Dort mussten die Arbeiter schon 18 Schrauben auswechseln. Eine knifflige Arbeit. Zwar sind die Schrauben von der einen Seite sichtbar, die andere Seite ist jedoch nur durch die Rohre des Tetraeders erreichbar. Durch enge Grifflöcher müssen die Werkzeuge eingeführt werden. Dafür sind einige Verrenkungen in luftiger Höhe nötig.
Schrauben und Stahlseile
Alle sechs Jahre ist eine solche Prüfung für den Tetraeder vorgesehen. Diesmal fällt sie besonders aufwändig aus, „weil uns einige Schadensfälle bekannt waren“, so Wellpoth. Neben den Schrauben haben die Experten die Stahlseile, an denen die Besucherplattform hängt, im Auge. Auch die werden genau kontrolliert. „An der Stelle, wo die Seile auf die Konstruktion treffen, werden wir einen Schutz aufbringen“, erklärt Wellpoth. So solle verhindert werden, dass die Seile an der Stahlkonstruktion scheuern und Schaden nehmen.
Der RVR rechnet mit Kosten von 100 000 bis 120 000 Euro – je nachdem, was noch alles gemacht werden muss. Während der Bauarbeiten ist die Fläche unter dem Tetraeder und natürlich das Bauwerk selbst gesperrt. Abends und an den Wochenenden ist das Haldenereignis Emscherblick aber für Besucher zugänglich.

11:28
Immerhin ist der Tetraeder noch nicht geklaut! Scheint also alles fest zu sitzen!
08:37
Der "Wind" - in 60 m Höhe - jaah neeh iss klah - kann mal einer erklären, wie der über 300 m (!) hohe Eifelturm in Paris das seit über 112 Jahren ausgehalten hat? Kann es sein, dass nicht nur "Scheuerstellen" an den Halteseilen vorliegen sonder dass auch bei der Planung und Errichtung schon "Schrauben locker" waren? Es würde einen nicht wirklich wundern!
N24 Reportage über den Eifelturm. Der Eifelturm wird hauptberuflich von 2 Mitarbeitern ganz ganze Jahr über gestrichen und geflickt.
Neben den dauernd beschäftigten Instandhaltern wird der Eifelturm in regelmässigen Abständen von Fachfirmen mit erheblichem Aufwabnd komplett entrostet und gestrichen. Da es sich um eine Nietkonstruktion handelt, entfällt die Sorge um gelockerte Schraubverbindungen - dafür kann Nietkorrosion und Nietbruch ein Problem werden.
Danke für die Aufklärung. So genau haben die das in der Reportage natürlich nicht beschrieben. Vielen Dank....
17:25
Manche haben den ganzen Tag nichts zu tun außer zu nörgeln.
Man muss das Leben für manche grauenhaft sein. Alles ist schlecht.
Sperrt euch alle ein!!!
07:38
Gut so ... für die Sicherheit muss gesorgt sein. Egal, was es kostet.
@querdenker64 ... Haben Sie eigentlich nichts Anderes zu tun, als ständig gebetsmühlenartig unter jeden Artikel den gleichen Mist zu schreiben. Auch durch eine ständige Wiederholung wird es nicht richtiger ...
19:41
Der RVR finanziert sich zu mehr als 80 Prozent per Hebesatz über seine Mitgliedsköperschaften. Die 120 tausend Euro Wartungsarbeiten am Tetraeder sind damit Ausgaben, die letztlich der Bottroper Bürger finanziert und weshalb demnächst u.a. wohl beim Mittagsessen der Bottroper Ganztagsschüler gespart werden muß oder die Lehrer für ihre Parkplätze zahlen müssen. Schöne Aussichten also nur, wenn man zufällig auf dem Tetraeder steht. Hauptsache die Stadtspitze kann sich noch einen technischen Beigeordneten, den Flugplatz und Innovation City leisten.