Vortriebsmaschine ist am Ziel

Foto: Rupert Oberhaeuser/EGLV

Die Emschergenossenschaft hat am Dienstag in der vergangenen Woche einen rund 900 Meter langen Teilabschnitt entlang der Industriestraße in Bottrop für den neuen unterirdischen Abwasserkanal Boye fertig gestellt.

Das Besondere an dieser Trasse: Hier kommen die mitunter „dicksten“ Rohre im Rahmen des gesamten Emscher-Umbaus zum Einsatz – sie haben einen Außendurchmesser von 4,20 Meter, wie die Emschergenossenschaft bereits berichtete. Allein die 30 Meter lange Maschine, die die Arbeiten in diesem Teilabschnitt vorangetrieben hat, wiegt zirka 300 (!) Tonnen – das schwerste Einzelsegment auf dieser Trasse bringt es auf ein Gewicht von rund 50 Tonnen!

Die Vortriebsmaschine erreichte die Zielgrube am Dienstagmorgen in der vergangenen Woche ohne Probleme. Gestartet war die Bohreinheit aber bereits Anfang August im vergangenen Jahr – also vor fast sechs Monaten. Pro Arbeitstag legte die Vortriebsmaschine zirka sieben bis acht Meter zurück und arbeitet sich dabei entgegen der Fließrichtung des Gewässers, also von Ost nach West, vor.

Der Abwasserkanal Boye wird insgesamt knapp acht Kilometer lang von der Kreuzung Boye/Autobahn A 2 bis zur Emscher unterhalb des Pumpwerks Bottrop-Boye führen. Aktuell sind etwas mehr als 5,7 Kilometer fertig gestellt.

Kosten von 80 Millionen Euro

Auf der Strecke werden bis 2017 Kanäle mit Innendurchmessern von 1,60 Meter bis 3,50 Meter verlegt. Der maximale Außendurchmesser liegt bei 4,20 Meter. Bislang wurden während des Kanalbaus bereits drei Bahnanlagen, die A 2 sowie die B224 (die erste von zwei Querungen der B224) unterquert.

Die Emschergenossenschaft investiert in den Bau des „unterirdischen Zwillings“ der Boye rund 80 Millionen Euro.

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