Vor Antritt einer Fernreise an den Impfschutz denken

Eine Reise in ferne Länder kann für den Körper belastend sein. Die Versicherung Knappschaft gibt Tipps für einen unbeschwerten Urlaub. Demnach bieten zum Beispiel Impfungen, die vor Reiseantritt durchgeführt werden, Schutz.

Höheres Ansteckungsrisiko

Dabei braucht der richtige Schutz die richtigen Angaben, so die Knappschaft: Reiseziel, Reisedauer, Reisestil – all das muss ein Arzt wissen, um die nötigen Impfungen empfehlen zu können. „Bei einer Tour durch Thailand sind zum Beispiel ganz andere Vorbereitungen zu treffen als bei einem Ausflug nach Tschechien“, sagt Privatdozent Dr. Markus Reiser, Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie. „Außerhalb Europas ist das Risiko deutlich höher, sich mit einer Infektionskrankheit anzustecken. Denn während einer Fernreise begeben sich Urlauber oft in eine ungewohnte Klimazone und erleben hygienische Bedingungen, die nicht den europäischen Standards entsprechen“, so Knappschafts-Experte Reiser weiter. Erreger könnten sich schnell über verunreinigtes Trinkwasser oder infizierte Nahrung übertragen – und zu Krankheiten wie Cholera oder Typhus führen. Um das zu verhindern, seien Schutzimpfungen eines der wirksamsten vorbeugenden medizinischen Mittel. „Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen“, so Reiser. Die Kostenübernahme sollten Reisende mit ihrer Krankenkasse regeln. Die Knappschaft beispielsweise übernimmt die Kosten für die notwendigen Impfungen, etwa gegen Cholera, Hepatitis, Typhus oder Gelbfieber. Zudem trägt die Krankenkasse den Preis für die Malariaprophylaxe.

Darüber hinaus sollten sich Urlauber über die Lebens- und Umweltbedingungen im Reiseland informieren und darauf vorbereiten. Dazu gehört auch, seine Reiseapotheke entsprechend anzupassen. Sie kann sich bei leichten Erkrankungen und kleineren Verletzungen als sehr nützlich erweisen, rät die Knappschaft.

Eine weitere Empfehlung: Reisende sollten am Urlaubsort bestimmte ungekochte oder nicht gebratene Nahrungsmittel meiden, um sich keinen unnötigen Risiken auszusetzen. „Niedrigere Hygienestandards bei der Lagerung und der Verarbeitung können zum Beispiel dazu führen, dass roher Fisch oder nicht durchgegartes Fleisch mit Salmonellen, Bakterien oder Würmern belastet sind“, erklärt Dr. Markus Reiser. Auch ein frisch gezapftes Glas Trinkwasser aus der Leitung sei nicht zu empfehlen.