Von der Hoffnung auf die bessere Welt

Sängerin Deborah Woodson war jetzt auf ihrer Deutschlandtournee mit den „Gospelmates“ zu Gast in St. Ludgerus im Fuhlenbrock.
Sängerin Deborah Woodson war jetzt auf ihrer Deutschlandtournee mit den „Gospelmates“ zu Gast in St. Ludgerus im Fuhlenbrock.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Fröhliche Gospel-Demonstration in St. Ludgerus mit Deborah Woodson vor rund 400 mitsingenden, mitklatschenden, mitfeiernden Besuchern.

Bottrop..  Eine Kirche: ein stiller, meditativer Ort für die innerliche Zwiesprache mit Gott. Diese Einsicht wird hinweg gefegt, wenn Deborah Woodson die Altar-Bühne betritt. Die Amerikanerin, seit Jahren in Köln beheimatet, gehört zu den Urgesteinen dieser so fröhlichen wie anfeuernden Lektion über die Hoffnung auf eine bessere Welt.

Vor rund 400 mitsingenden, mitklatschenden, mitfeiernden Besuchern stellte die namhafte Sängerin unter Beweis, welch’ Temperament und Faszination vom früheren Sklaven-Song unter professionellen Bedingungen ausgehen.

Mit im Boot dieser Menschheit-umfassenden Botschaft: Bottrops „Gospel Inspiration“, 21 Damen und zwei Herren (darunter nur ein Sänger), die mit großer Begeisterung und starker Motivation die unterschiedlichen Titel in Angriff nahmen. Eingangs wurde davon gesprochen, dass Gospel die musikalische Einlösung von Lebenswille und –mut bedeute. Und in diesem Sinne verkörpert „Gospel Inspiration“, 2002 gegründet, wippend, klatschend, schnipsend und singend das sakrale Fest. Bianca Tanzyna-Ertz, Chorleiterin und populärer „Engel“ der Gruppe, die zuvor in Soloauftritten ihre Gospel-Kunst demonstrierte, erhielt u.a. einen dicken Blumenstrauß als Dank von den Mitgliedern des Ensembles.

Dann kam Deborah Woodson, die das Publikum ebenso mit den ersten Tönen sofort mitreißt wie das sie begleitende Quartett der „Gospelmates“ (zwei Sänger, zwei Keyboard-Spieler). Mühelos kurvt sie vokal durch die Oktaven, ihre registerreiche Stimme füllt auf Anhieb den Raum, ihre Gestik und ihre Sinnlichkeit greifen von Beginn an um sich. Ausgebildet in den USA beim Großvater in der Baptistenkirche, hat sie sich die unmittelbare Kraft des kommunikativen Gospelgesanges bewahrt. „Higher and higher“, „Down by the Riverside“, „Amazing Grace“ oder „Thank you Lord“ u.a. – ein Hit nach dem anderen, authentisch und durchaus eigenwillig in den Arrangements von Woodson und Team „inszeniert“.

Der zweite Teil führte „Gospel Inspiration“ und Deborah Woodson zusammen. Es gab vorher nur eine knappe Verständigungsprobe – aber im Geist der Hoffnung und der Lebensfreude formierte sich schnell eine echte musikalische Einheit. Die zahlreichen Besucher feierten am Ende alle Mitwirkenden.