Vom Tetraeder zur Zeche Arenberg Fortsetzung

Während die Blicke schweifen, beginnt der Rundweg über die Halde. Wer mag, kann sich derweil daran machen, die drei Plattformen des Tetraeder zu erklimmen. „Die höchste Plattform liegt in 35 Metern Höhe“, erläutert Holger Kröcher und warnt. „Wer aufsteigt, sollte schwindelfrei sein.“ Doch die meisten Leser heften sich an die Fersen des Stadtführers, der zunächst vom schwierigen Bau dieser Landmarke berichtet. „Die Halde brennt. Und beim Bohren für die Grundkonstruktion wurden die Temperaturen so hoch, dass man doch Nassbohren musste“, so Kröcher. „Es war eine Meisterleistung, das Wasser dafür auf die Halde zu pumpen, aber es kostete auch.“

Skihalle, Skydiving-Turm, Zeche und Kokerei Prosper Haniel sowie die in der Ferne auszumachende Skyline von Essen, Schalke Arena Halde Rungenberg und das Observatorium Hohe Wart - all das ist an diesem sonnigen Tag von der Halde zu erblicken. Und der Stadtführer hat viel zu erzählen. Fast fällt es schwer, sich von den grandiosen Ausblicken zu trennen, doch zum Abschluss der Tour wartet noch die Zeche Arenberg Fortsetzung. Der Weg führt in die Lohnhalle - in Jugendstil und Art déco, originalgetreu restauriert. Die Wenigsten waren schon mal hier. Und der Stadtführer erläutert den Hintergrund der niedrig angebrachten Schalter in der Fensterfront ringsum. „Nach 56 bis 60 Stunden Arbeit in der Woche konnten sich die Bergleute hier in devoter Haltung ihren Lohn abholen. Und abseits warteten die Ehefrauen, um das Geld entgegen zu nehmen.“