Vom Ende des Karnevals

Gestern noch bunt und närrisch, heute aschgrau und bereits Ostern im Blick: Gerade in diesen Tagen scheint der Übergang besonders abrupt, jedenfalls für diejenigen, die nicht nur Karneval feiern, sondern auch die christlichen Bräuche kennen und praktizieren.

Auch in den Bottroper katholischen Kirchen findet heute wieder die Segnung der Asche statt, die anschließend den Gläubigen als Zeichen der Bußbereitschaft und Sinnbild der Vergänglichkeit alles Irdischen im Kreuzform aufs Haupt gestreut oder auf die Stirn gezeichnet wird. Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst“, so spricht der Priester bei der Austeilung des Aschenkreuzes.

Verbrannt werden dafür die Zweige des vorjährigen Palmsonntags. Ein Brauch, der immerhin schon gut ein Jahrtausend lang in der römisch-katholischen Kirche geübt wird.

Mit dem Aschermittwoch beginnt auch die 40-tägige Fastenzeit.mit der sich Christen aller Konfessionen auf Ostern, das Fest der Auferstehung Christi und damit das höchste christliche Fest überhaupt, vorbereiten.

Die vorherrschende liturgische Farbe im Gottesdienst ist nun violett. In vielen Kirchen finden Passions- oder Kreuzwegandachten statt. Fastenaktionen oder die „Lectio Divina“, Schriftlesungen an den Sonntagabenden der Fastenzeit im Pfarrsaal von St. Cyriakus oder die Fastenpredigten mit auswärtigen Gästen ab 21. Februar jeweils samstags um 18.30 Uhr in St. Ludgerus im Fuhlenbrock gehören dazu. Von den früher strengen Fastenvorschriften blieben heute nur noch der Aschermittwoch und Karfreitag als strenge Fast- und Abstinenztage erhalten.