Volles Haus beim Singen an der Krippe

Die Sorge um die künftige Tradition des „Singens an der Krippe“ in St. Johannes wäre völlig unbegründet: Der besondere Gottesdienst zum Ausklang der Weihnachtszeit mit allen Chören der Gemeinde erfreute sich weiter größter Beliebtheit.

Bereits geraume Zeit vor Beginn wurde der Platz eng auf den Bänken des Gotteshauses, etliche Besucher verfolgen das Singen schließlich stehend. Viele Gäste besuchten zuvor das Krippencafé im Pfarrheim, um dann zur Kirche hinüber zu gehen. Dort begrüßte Pfarrer Manfred Stücker alle. Das Singen an der Krippe sei „eine gute Tradition“. Er erklärte, dass die Krippe in diesem Jahr um eine Figur erweitert worden sei. Ein Sänger des Kirchenchors, mit bald 147 Jahren die bei weitem älteste Gruppe der Kirchengemeinde, kam hinzu. „Dem Christkind ein Ständchen bringen“, so beschrieb er die Intention des Singens, das es seit rund 30 Jahren gibt. Die ganze Schöpfung sei an der Krippe versammelt.

Zu Beginn gab es ein kurzes Orgelwerk, das Johannes Schroers spielte. Der Kinderchor schloss sich an, in „etwas reduzierter Form“, vermutlich Ferien-bedingt, erfuhren die Zuhörer. Die Jungen und Mädchen trugen mit kräftigen Stimmen drei Lieder mit Klavierbegleitung vor und erhielten den verdienten Applaus.

Bei sieben Liedern waren die Zuhörer gefragt, um mitzusingen. Auch dies ist eine Tradition dieses Gottesdienstes. „Alle Jahre wieder“ hieß das erste, und die ganze Gemeinde stimmte kräftig mit ein. Im Laufe des Abends hatten die weiteren Chöre von St. Johannes ihre Auftritte: der Gemeinde- und Frauen- ebenso wie der Kirchenchor, in dem nur die Männer singen. Zudem war wieder die Choralschola dabei. In sehr abwechslungsreicher Weise erinnerten die Chöre an den Kern des Weihnachtsfestes, die Geburt von Jesus Christus.

Kirchenmusiker und Kantor Detlef Steinbrenner hatte wieder die Gesamtleitung des „Singens an der Krippe“; seit 1999 ist der Organist an der Kirchhellener Gemeinde tätig. Als weitere Solisten bereicherten den Abend Sopran Ute Igelbüscher, die bereits im vorigen Jahr an gleicher Stelle zu hören war, und Anna Koch an der Querflöte.

Die erbetene Spende nach dem Ende des Singens kommt, es liegt nahe, der Kirchenmusik an der Pfarrkirche zugute.