Volksbank Kirchhellen Bottrop zufrieden mit dem Jahr 2014

Zufrieden mit Bilanz und der Wirtschaft der Region: Eberhard Kreck (m.), Jürgen Tebroke (l.) und Martin Wissing.
Zufrieden mit Bilanz und der Wirtschaft der Region: Eberhard Kreck (m.), Jürgen Tebroke (l.) und Martin Wissing.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mehr Kredite und mehr Einlagen steigern Bilanzsumme. Kunden sind vor allem Handwerker und der Mittelstand.

Bottrop..  In der Niedrigzinsphase verdienen Regionalbanken weniger Geld. Trotzdem hat die Volksbank Kirchhellen Bottrop im vergangenen Jahr 1,5 Millionen Euro nach Steuern verdient, weil das Geschäft mit Krediten und Kundeneinlagen florierte.

Die Kundenkredite (394 Millionen Euro, plus 8,4 Prozent) finanzierten vor allem Immobilien und den weiter stark investierenden Mittelstand, sagt Vorstandsmitglied Martin Wissing.

Wenn sich Welt- und Geldpolitik nicht einmischen, läuft die Konjunktur und damit auch das Geschäftsmodell der Volksbank: „Wir sind es, die Handwerker und Mittelstand mit Krediten versorgen, nicht die Türme in Frankfurt.“ Für das laufende Jahr sieht die Bank weiter eine positiven Wirtschafts- und Geschäftsentwicklung.

Die Kennzahlen des Geschäftsjahrs in zwei Sätzen: Die Bilanzsumme wuchs um 5,5 Prozent auf 629 Millionen Euro, Kredite und Kundeneinlagen summierten sich auf 1,25 Milliarden Euro (plus 6,3 Prozent). Nach Abzug von 1,6 Millionen Euro Steuern verblieben 1,5 Millionen Euro Jahresüberschuss, der anteilig in Form einer Dividende von sechs Prozent an die Anteilseigner ausgeschüttet wird und die Rücklagen auf jetzt mehr als 60 Millionen Euro aufstockt.

Mit 117 497 Euro förderte die Bank im vergangenen Jahr Projekte und Einrichtungen aus Jugend, Kultur und Sport. Und trotz des „sehr guten Ergebnisses“ der Volksbank sehen die Vorstände Wissing und Kreck die Niedrigzinsphase als Risiko für die Altersvorsorge und als falsches Signal: „Was für ein gesellschaftliches Bild geben wir ab, in dem vorsorgendes Sparen nicht mehr belohnt wird, sondern der Schuldner?“