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Viele waren scharf auf diese Forschungsarbeit

16.01.2016 | 13:00 Uhr
Viele waren scharf auf diese Forschungsarbeit
Den Studienpreis der Fritz-Steimle-Stiftung überreicht Dr. Ing. Christian Heinbach an Marie Borowycz, Annika Kubis, Ann-Katrin Thewes, Saskia Illing. Die vier Studentinnen hatten den Nutzen eines Blockheizkraftwerks analysiert.Foto: Winfried Labus

Bottrop.   Das Rennen machte eine víerköpfige Gruppe junger Studentinnen. Die Aufgabenstellung hatte ein Unternehmen an die Hochschule heran getragen. Die Ergebnisse überzeugten die Stiftungsjuroren

Am Anfang war lediglich das Pflichtmodul „Projektmanagement“. Doch das, was so abstrakt anmutet, sollte für vier Studentinnen im Studiengang Energie- und Umwelttechnik an der Hochschule Ruhr West zu einer Erfolgsgeschichte werden. Wie berichtet wurden Marie Borowycz, Saskia Illing, Annika Kubis und Ann-Katrin Thewes mit dem Studienpreis für besondere Leistungen der Fritz-Steimle-Stiftung für ihre gemeinsame Arbeit in der Thermodynamik ausgezeichnet.

„Die Aufgabe der Studentinnen bestand darin, den Nutzen eines Blockheizkraftwerkes in ökonomischer, technischer und ökologischer Hinsicht zu analysieren“, erklärt Prof. Dr. Sylvia Schädlich, Kursleiterin der vier Studentinnen. Das Unternehmen GMT Gebäudetechnik Molke war an die Hochschule herangetreten, um die Effizienz des von ihrem Ingenieurbüro im Lago des Gysenbergparks in Herne installierte Blockheizkraftwerk überprüfen zu lassen.

„Die Energiegewinnung hat sich verbessert“, lautet das Fazit der Studentinnen auf ihrer Abschlusspräsentation. „Mit dem neuen System wurde die thermische mit der elektrischen Energieerzeugung gekoppelt, so dass sich ökologische und ökonomische Vorteile ergeben.“

Etwa sechs Monate saßen die vier jungen Frauen an der Projektarbeit. „Dabei mussten wir zu Anfang sehr darum kämpfen“, erinnert sich Marie Borowycz. Denn natürlich interessierten sich noch mehr Kommilitonen genau für dieses Projekt. „Das Thema war so spannend, ich wollte unbedingt in die Tiefe gehen“, meint Saskia Illing. Obwohl gerade mal im zweiten Semester und noch relativ frisch an der Hochschule, hatten die angehenden Ingenieurinnen keinerlei Befürchtungen der anspruchsvollen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. „Klar, gab es zwischendurch Momente, in denen nichts klappte“, gibt Marie Borowycz zu. Letztlich aber war die 51 Seiten umfassende Analyse fertig - ein umfassender Bericht mit Definitionen, Berechnungen, Daten, Auswertungen und Vorschlägen zur Optimierung des BHKWs - und überzeugte Hochschule und Projektpartner, die die erfolgreiche Arbeit dann der Fritz-Steimle-Stiftung zur Auszeichnung mit dem Studienpreis vorschlugen.

Praxisnah

„Das ist eine einwandfreie Arbeit“, lobt Boris Lutter als Vertreter der Herstellerfirma Tuxhorn. Es sei wichtig, dass junge Leute schon früh im Studium praxisnah arbeiten und so in die Tiefe gehen. Vor dem Hintergrund, dass gerade Frauen sich scheuen, ein MINT-Studium zu ergreifen, lobt Prof. Dr. Susanne Staude, HRW-Vizepräsidentin für Lehre und Studium, die Arbeit: „Das muss Ihnen erst mal jemand nachmachen!“ Und Dr. Christian Hainbach von der Fritz-Steimle-Stiftung fragt schmunzelnd bei der feierlichen Urkundenübergabe: „Was machen Sie nur in den nächsten sechs Semestern?“ - Der Studienpreis ist mit 2000 Euro dotiert.

Andrea Kleemann

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2016-01-16 13:00
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