Viele Infos beim „Tag der Pflege“ in Bottrop

Heike Wüllner versorgte Erna und Willi Bredemeier beim „Internationalen Tag der Pflege" am Awo-Stand mit Info-Material und frischen Waffeln.
Heike Wüllner versorgte Erna und Willi Bredemeier beim „Internationalen Tag der Pflege" am Awo-Stand mit Info-Material und frischen Waffeln.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Awo informierte auf dem Eigener Markt über das Ernst-Löchelt-Seniorenzentrum. Dort stellte sich auch die neue Quartiersmanagerin Ute Beese vor.

Bottrop..  Ihren Arbeitsplatz hatten die Mitarbeiterinnen des Ernst-Löchelt-Seniorenzentrums am Dienstag ausnahmsweise einmal ins Freie verlegt. Schon am frühen Morgen des „Internationalen Tags der Pflege“ bauten sie ihren Awo-Info-Stand auf dem Eigener Markt auf. Sie konnten sich über einen Mangel an Zulauf nicht beklagen.

Jede Menge Info-Material hielten sie für ihre Besucher bereit, aber auch frisch gebackene Waffeln. Den „Internationalen Tag der Pflege“ gibt es seit 1967 in Deutschland. Er erinnert an Florence Nightingale, die am 12. Mai 1820 geboren wurde und als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt. Die Bottroper Awo beteiligt sich bereits seit einigen Jahren mit eigenen Angeboten an dem weltweiten Tag der Pflege.

Die Mitarbeiterinnen des Ernst-Löchelt-Seniorenzentrums hatten sich vorgenommen, die Bewohner in Eigen zu informieren. „Wir wollen Bürger aufmerksam machen auf unsere Pflegeeinrichtung“, erklärt Sylvia Döring, die stellvertretende Einrichtungsleiterin. „Denn viele Bürger haben ein falsches Bild im Kopf von Heimen und Pflegenotstand.“ Dagegen wollten die Awo-Mitarbeiterinnen am Dienstag Informationen setzen.

Es gibt viele engagierte Mitarbeiter

Beispielsweise darüber, dass es viele engagierte hauptamtliche Mitarbeiter in dem Haus an der Bügelstraße gibt, die sich um die hier lebenden Menschen kümmern und dass auch viele ehrenamtliche Helfer dabei sind mit Besuchen und Freizeitangeboten.

Das Ernst-Löchelt-Seniorenzentrum bietet nicht nur die vollstationäre Pflege, sondern auch die Kurzzeitpflege an. Hier können pflegebedürftige Menschen auch vorübergehend ausprobieren, ob sie auf Dauer ins Heim ziehen wollen.

178 Menschen leben derzeit in der Einrichtung, die 205 Plätze hat, die meisten in Einzelzimmern. Insgesamt 145 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Die meisten Senioren ziehen erst ins Heim, wenn sie in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr alleine zurecht kommen, viele leiden an einer Demenz.

Wie man seinen Lebensabend so lange wie möglich in der eigenen Wohnung verbringen kann, welche Hilfen es wo gibt und wo man finanzielle Unterstützung bekommen kann, auch das waren Themen, über die informiert wurde.

Es fehlen Altenwohnungen

Eine der Gesprächspartnerinnen am Infostand war am Dienstag Ute Beese, die neue Quartiersmanagerin auf dem Eigen. Sie hatte ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen im Stadtteil, für die sie Angebote entwickeln möchte. Eine Sorge hat sie am Dienstag schon zur Kenntnis genommen: „Es werden mehr seniorengerechte Wohnungen gebraucht.“

Auch das Seniorenzentrum „Schattige Buche“ beteiligte sich am Dienstag am „Tag der Pflege“. Dort gab es ein Frühlingsfest für Bewohner und Bürger. Das Awo-Seniorenzentrum an der Herder Straße lud zu Hausführungen ein.