Viele Fragen zum Ökostrom
25.04.2011 | 15:25 Uhr 2011-04-25T15:25:00+0200
Bottrop. Die Katastrophe in Japan hat bei vielen Menschen ein Umdenken in Sachen Energieversorgung ausgelöst. Auch in Bottroper Haushalten schaut man jetzt genauer hin, wo der Strom aus der heimischen Steckdose eigentlich herkommt .
„Ökostrom“ lautet das Stichwort. „Bei diesem Thema schwingen in den Köpfen der Bürger derzeit jedoch noch viele Vorurteile mit“, weiß Ulrich Schnirch, Sprecher der Grünen im Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt und Mitglied der Bottroper Lenkungsgruppe Zukunft der Energieversorgung.
Dabei bezögen sich die Vorbehalte der Bürger auf unterschiedliche Bereiche: Stehe ich mit Ökostrom irgendwann im Dunkeln? Ist es kompliziert den „grünen Strom“ zu bekommen? Und vor allem: Ist das nicht viel teurer? Die Grünen sagen ganz klar: „Nein!“ – und informierten darüber im Rahmen einer Unterschriftenaktion am Samstag auf dem Pferdemarkt. „Wir haben diesen Tag bewusst für unsere Aktion gewählt“, erklärt Ulrich Schnirch, „nicht nur, weil das Thema durch die Ereignisse in Fukushima so aktuell ist, sondern auch, weil sich am Dienstag die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal jährt.“ Und so zeigten der Bottroper Kreisverband, die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Grüne Jugend Bottrop mit persönlichen Gesprächen und jeder Menge Informationsmaterial, wie der Wechsel zum Ökostrom gelingen kann. „Je nach Anbieter kann man dabei sogar Geld sparen“, meint Ulrich Schnirch. Und wer zusätzlich noch ein Zeichen gegen Atomstrom setzen wollte, der konnte mit einer Unterschrift den Leitsatz der Aktion „Unsere Stadt muss ATOMstromFREI werden!“ unterstützen. Diese Forderung beziehe sich jedoch nicht nur auf die Bottroper Haushalte, wie Ulrich Schnirch erklärte: „Zum einen läuft 2014 der Konzessionsvertrag zur Nutzung der städtischen Leitungsnetze mit der ELE aus. Dann müssen wir uns in Bottrop die Frage stellen, wo die Energie der Stadt zukünftig herkommen soll.“ Außerdem beziehe die Stadt selbst zur Zeit Strom mit einem Ökostromanteil von 66%. „Wir würden uns wünschen, dass der Anteil mit einem neuen Vertrag ab 2012 in Richtung 100% geht“, erklärt Ulrich Schnirch, „ideal wäre es, bis 2013 vollständig auf regenerative Energien zurückzugreifen. Wir sind es dem Titel InnovationCity schuldig, uns damit zu beschäftigen.“ Das Interesse der Passanten zeigte, dass Informations- und Diskussionsbedarf zum Thema Ökostrom auf allen Ebenen besteht. „Klar sind einige dabei, die gegen den Strom aus erneuerbaren Energien wettern“, erklärte Melanie Fraas, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen, „aber diese brechen die Diskussion zumeist unvermittelt ab und entfernen sich vom Stand. Die meisten Menschen hingegen nehmen die Informationen gern auf und lassen auch gleich ihre Unterschrift da.“
13:11
Bis 2013 vollständig auf regenerative Energien zurückgreifen.
Das zeigt mal wieder, wie realitätsfern die Grünen doch sind.
Mit der Brückenenergie Kohle, von der in Bottrop noch jede Menge liegt und von der in Bottrop auch jede Menge Arbeitsplätze abhängen kann zumindest der Atomausstieg klappen und mittel-bis langfristig (20 Jahre und länger) auf regenerative Energie umgestellt werden.
Alles andere ist doch gar nicht machbar !
Der Versuch alleine würde Arbeitsplätze zerstören und dem Industriestandort Deutschland / NRW schaden !!
10:04
Der Staat ist der einzige Preistreiber in diesem Geschäft!
09:17
Insgeheim freuen sich doch die Versorger über den Gesinnungswandel der Kunden. Eine willkommene Gelegenheit mal wieder kräftig ins Töpfchen zu langen und fadenscheinige Begründungen für Preiserhöhungen zu erfinden.
08:38
Die Vernunft ergibt sich dem Irrsinn, das hat gerade Deutschland in den letzten Jahren mehrfach bewiesen. Beim Ökowahn macht Bottrop nun eifrig mit! Es wird Zeit diese Stadt - es wird Zeit, dieses Land zu verlassen (wie Hunderttausende es bereits getan haben).