Viele Bottroper verreisen mit Kind, Kegel und dem Hund

Die meisten Hunde gehen gern mit auf die Reise. Doch es gilt Vorkehrungen zu treffen.
Die meisten Hunde gehen gern mit auf die Reise. Doch es gilt Vorkehrungen zu treffen.
Foto: unbekannt
Was wir bereits wissen
Viele Hundebesitzer nehmen ihr Tier mit auf Reisen. Und im Tierheim Bottrop sind für die Sommerferien bereits alle Plätze belegt.

Bottrop.. Wer ein Haustier hat, muss sich bei der Reiseplanung nicht nur um Urlaubsbuchung und Kofferpacken kümmern, sondern auch um die Frage: Wohin mit dem „tierischen“ Familienmitglied? „Am besten ist es natürlich, das Tier mitzunehmen“, rät Hildegard Frank-Tüllmann, Vorsitzende der Tierfreunde Bottrop e.V. und Leiterin des Tierheims an der Wilhelm-Tell-Straße 65. „Es gibt mittlerweile so viele Pensionen und Ferienwohnungen an Nord- und Ostsee sowie im Alpenraum, in denen Haustiere willkommen sind.“

Während kleinere Tiere wie Hamster, Wellensittiche oder auch Katzen oft von den Nachbarn versorgt werden, ist das bei einem Hund meist schwieriger. Viele Hundebesitzer wollen zudem nicht auf ihren liebgewonnenen Begleiter verzichten und ihn mit in den Urlaub nehmen.

„Schließlich ist der Hund ein Familienmitglied“, so Frank-Tüllmann. „Wenn man sich für ein Tier entscheidet, so muss jedem klar sein, dass Fernreisen fortan eigentlich kein Thema mehr sind.“ Es sei denn man habe Verwandte, die sich während der Abwesenheit um das Tier kümmern. „Aber natürlich trauert es dann erst mal ein paar Tage“, so die Tierheimleiterin und berichtet von ihren Erfahrungen im Tierheim.

"Normalerweise ist ein Hund außer sich vor Freude"

„Die hier abgegebenen Tiere trauern auch in den ersten Tagen. Sie müssen sich erst an die neue Umgebung gewöhnen.“ Die Plätze im Tierheim sind für die Sommerferien übrigens schon vergeben. Nur einige Restplätze für Vögel sind noch zu haben. Soll der Hund mit auf die Reise gehen, so sollte diese so angenehm wie möglich gestaltet sein. „Normalerweise ist ein Hund außer sich vor Freude, wenn die gepackten Koffer da stehen“, meint Hildegard Frank-Tüllmann. Im Auto muss der Hund angegurtet oder in einer Box transportiert werden. Wichtig, so die Tierheimleiterin, sei, oft Pausen zu machen, damit das Tier trinken und sich bewegen könne. „Aber an den Raststätten unbedingt aufpassen, dass der Hund an der Leine ist.“

Auf die besonderen Gesundheitsrisiken im Ausland weist Birgit Dreyer, Expertin der ERV (Europäische Reiseversicherung), hin: Vor dem Urlaub sollten sich Hunde- und Katzenbesitzer unbedingt beim Tierarzt über mögliche Krankheitsrisiken im jeweiligen Urlaubsland informieren. „Gerade in beliebten Urlaubsgebieten tummeln sich oft blutsaugende Parasiten, die die Vierbeiner mit Infektions- und Wurmerkrankungen infizieren können.

Auch das Tier sollte vor der Reise geimpft werden

Ebenso lästig wie gefährlich sind auch Zecken, Moskitos und Sandmücken: Mit nur einem Stich können sie gefährliche Krankheitserreger übertragen“, warnt die ERV Reiseexpertin. Um Erkrankungen vorzubeugen, empfiehlt es sich, das Tier frühzeitig mit entsprechenden Impfungen oder Medikamenten zu schützen. Ratsam ist auch, eine kleine Reiseapotheke für den gemeinsamen Urlaub mit dem Tier zusammenzustellen.

Seit dem 29. Dezember 2014 benötigen Haustiere einen speziellen Heimtierausweis für ihre Einreise in EU-Mitgliedsstaaten. Dieser enthält neben Informationen zu dem Tier und seinem Besitzer auch einen Nachweis darüber, dass es über einen gültigen Impfschutz gegen Tollwut verfügt. Haustierbesitzer erhalten das Dokument bei allen Tierärzten, die hierfür eine Zulassung von der nach Landesrecht zuständigen Behörde besitzen.

„Und Hundebesitzer, die nach Dänemark reisen, müssen aufpassen“, warnt Hildegard Frank-Tüllmann. „Listenhunde wie Bullterrier oder Rottweiler werden hier sofort eingezogen.“