Veteranenclub erwartet 500 Aussteller

Am Sonntag, 5. Juli, findet auf der Festwiese am Brauhaus am Ring der 7. Westfälische Oldtimer Tag statt. Von 10 bis 18 Uhr präsentieren sich Fahrzeuge der Gruppen Motorräder, PKW. LKW, Traktoren und Sonderfahrzeuge. Die Organisatoren Uwe Küper, Hannes Haddick und Theo Heisterkamp erwarten mehr als 500 Aussteller und bei schönem Wetter mehrere tausend Besucher.

„Wir haben 150 bis 200 Anmeldungen bekommen“, sagt Küper. „Aber erfahrungsgemäß kommen die meisten Oldtimer-Besitzer auch ohne Nennung zu uns.“ Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder wird um 11 Uhr die Eröffnung übernehmen, diesmal lautstark unterstützt von den Brezelkanonieren, die an selber Stelle im September beim Brezelfest geballert haben.

Mit Besucherschätzungen tut sich Theo Heisterkamp schwer wegen der unsicheren Wetterlage. Also spricht er lieber über die beiden besonderen Schätzchen unter den Ausstellern: ein Dreirad („Mopetta“) von 1957 und einen Siemens-Rennwagen von 1920. „Viel spricht dafür, dass es sich um einen Teilnehmer am ersten Avus-Rennen in Berlin handelt“, sagt Heisterkamp. 1921 wurde auf der ersten permanenten deutschen Rennstrecke, der schnell zur Legende wurde, das Eröffnungsrennen ausgetragen. Am Start, berichtet Heisterkamp, war auch ein Protos, eine fast vergessene Marke aus Berlin-Nonnendamm, wo seit 1898 Autos hergestellt wurden, zu jener Zeit im Besitz von Siemens Schuckert. Der lange verschollene Wagen ist 1993 bei Abrissarbeiten in Brandenburg entdeckt worden.

Außerdem dabei: der Motorsport NAC Bottrop, der zwar ein „Neuer“ im Namen führt, aber auch schon mehr als 50 Jahre alt ist, der Porsche 914-Club und Oldtimerclubs aus Hünxe, Schermbeck und Gelsenkirchen. Trecker-Fahrten werden angeboten, die Moderation übernehmen Axel Gromol und Achim Hemmer. Livemusik machen die „Reeperboys“.