Vestische setzt umweltfreundlichen Kurs fort

Moderne Busse mit den anspruchsvollen Umweltstandards setzt die Vestische im Linienverkehr auch in Bottrop ein, hier am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Berliner Platz.
Moderne Busse mit den anspruchsvollen Umweltstandards setzt die Vestische im Linienverkehr auch in Bottrop ein, hier am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) am Berliner Platz.
Foto: Michael Korte
Nahverkehrsunternehmen schafft zwanzig neue Busse mit besten Abgasstandards an. Die Stadt muss auch daher geringere Zuschüsse zahlen, weil der Ticketverkauf mehr Geld einbringt.

Bottrop..  Die Vestische bleibt bei der Modernisierung ihrer Fahrzeugflotte auf umweltfreundlichem Kurs. Das hob Geschäftsführer Martin Schmidt mit Blick auf das zurückliegende Geschäftsjahr des regionalen Nahverkehrsunternehmens hervor. Die Stadt ist mit 10,73 Prozent an der Vestischen beteiligt und neben dem Kreis Recklinghausen und Gelsenkirchen kleinste Gesellschafterin.

Schmidt betonte, dass die Vestische sich weiterhin besonders bemühe, einen Beitrag zur Luftreinhaltung zu leisten. „So war die Beschaffung von 20 Linienbussen mit der Abgasstufe Euro 6, dem gegenwärtig anspruchsvollsten europäischen Abgasstandard für Busse und Lkw, ein echtes Investment für den Umweltschutz“, sagte der Geschäftsführer. Fünf Millionen Euro ließ sich das Unternehmen dies kosten. Gegenüber den Vorgängermodellen vermindern die neuen Linienbusse die als Treibhausgase und Ozonkiller bekannten Stickoxide um 90 Prozent. Auch die Feinstaub-Emissionen treten durch den Einsatz moderner Partikelfilter fast nicht mehr auf. „Gleichzeitig reduzieren sich die globalen CO2-Emissionen um zirka sechs Prozent aufgrund der Kraftstoffeinsparung“, erklärte Schmidt. Die Vestische setzt damit ihre ökologische Unternehmensstrategie fort. Wie berichtet, hatte das Verkehrsunternehmen vor drei Jahren bei der Anschaffung seiner neuen Fahrzeugflotte nach dem verheerenden Brand ihres Busdepots an der Hiberniastraße ebenfalls schon größtenteils auf Fahrzeuge mit den seinerzeit besten Abgasstandards gesetzt.

Dabei reizte die Vestische ihr Finanzbudget keineswegs aus. Trotz der Steigerung der Gehaltstarife um 3,5 Prozent, die die Vestische rund 1,3 Millionen Euro kostete, verringerte das Unternehmen die Finanzverpflichtungen ihrer Gesellschafterinnen im vorigen Jahr um rund 4,6 Millionen Euro, hält der Aufsichtsratsvorsitzende, Cay Süberkrüb, fest. „Damit leistete das Unternehmen einen wichtigen Beitrag, um die bedienten Städte und den Kreis bei der Bewältigung der großen finanziellen Probleme zu unterstützen“, sagte der Landrat des Kreises Recklinghausen.

Land sichert Teil der Finanzierung

Der Zuschussbedarf lag 2014 bei 24 Millionen Euro und damit auch rund 4,2 Millionen Euro unterhalb des Vorjahresniveaus. Maßgeblich dafür sei ein veränderter Schlüssel bei der Verteilung der Pauschale, mit dem das Land einen Teil der Finanzierung des ÖPNV sichert, die Preisentwicklung für Dieselkraftstoff und auch ein Plus beim Ticketverkauf. So verbuchte die Vestische bei Fahrgeldeinnahmen und Ausgleichsleistungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen ein Plus von 1,2 Millionen Euro. 60,8 Millionen Kunden fuhren 2014 in den Bussen des Unternehmens mit.