,Verlust der Arbeitsplätze wäre herber Rückschlag’

Die Bitte, die Schließung des Karstadt-Hauses zu überdenken, richtet SPD-Vorsitzender Michael Gerdes an Karstadt-Chef Stephan Fanderl. „Eine Schließung der Karstadt-Filiale wird möglicherweise sehr negative Auswirkungen haben, für die Mitarbeiter und für die Stadtentwicklung“, machte Gerdes in einem Schreiben an den Karstadt-Vorstandsvorsitzenden deutlich.

„Der Verlust weiterer Arbeitsplätze wäre ein herber Rückschlag. Zudem schätzen wir Karstadt als einen sehr wichtigen Kundenmagneten“, meinte der SPD-Vorsitzende, der sich gemeinsam mit SPD-Fraktionschef Thomas Göddertz an den Karstadt-Chef wandte. Karstadt sei in Bottrop kaum zu ersetzen, befürchten die beiden Ratsherren. Bestürzt ist der Deutsche Gewerkschaftsbund. Der Verlust von 85 Arbeitsplätzen bedeute einen herben Schlag für die Bemühungen, die Stadt für die Zeit nach dem Bergbau neu aufzustellen, meint DGB-Chef Reinhard Thater. Das sieht auch CDU-Vorsitzender Bernd Hohaus so: „Für die Stadt ist das ein Schlag ins Kontor“. Nicht akzeptabel sei, wie die Schließung den Mitarbeiterinnen mitgeteilt worden sei. „Da so mal eben schnell die Leute zusammenzuholen, das finde ich nicht okay.“ Das Karstadt-Aus mache einen Strich durch die Pläne, den Kunden auf einer Achse von Kaufland über das Hansa-Center bis Karstadt attraktive Einkaufsmöglichkeiten zu bieten, meint außer Hohaus auch Grünen-Ratsfrau Andrea Swoboda. Sie befürchtet ebenso wie CDU-Fraktionschef Hermann Hirschfelder, dass sich das Ende für Karstadt negativ auf die Gespräche mit Geldgebern für die abgebrochene Modernisierung des Hansa-Centers auswirken könnte.