Verkehrspläne der Stadt stoßen bei CDU und FDP auf Skepsis

Die neuen Verkehrspläne, mit denen die Stadt den Klimaschutz verbessern will, stoßen in Kirchhellen bei CDU und FDP auf gehörige Skepsis. So will die Stadtverwaltung erreichen, dass die Anwohner nicht nur weniger mit Kraftfahrzeugen fahren, sondern auch langsamer. Fußgänger und Radfahrer sollen dagegen Vorrang bekommen.

Haushalte befragt

Schließlich hatte eine Haushaltsbefragung ergeben, dass mehr als zwei Drittel aller Wege, die die Bürger zurücklegen. nicht länger als 2,5 Kilometer sind. So kurze Strecken könnten besser mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie etwa Fahrrädern gefahren werden, argumentieren die Verkehrsplaner.

Doch vor allem unter den CDU-Bezirksvertretern gibt es einige Bedenken. So fürchtet Norbert Honert negative Folgen für den Handel in der Innenstadt und den Stadtteilzentren. Im Centro in Oberhausen oder im Palais Vest in Recklinghausen sei viel großzügig auf Kunden in Pkw ausgerichtet - „und wir bauen zurück?“, wunderte sich der CDU-Bezirksvertreter. Auch Jan Schürmann stört sich an den geplanten Maßnahmen zur Tempodrosselung von Autofahrern und meint: „Man muss die Stadt ja eher beleben als sie schwerer erreichbar zu machen. Die Maßnahmen wie engere und weniger Fahrspuren wirken sich da womöglich zu restriktiv aus“. Sein Parteikollege Frederik Steinmann verwies darauf, dass Kirchhellen sehr ländlich sei. „Da können wir aufs Auto kaum verzichten“, betonte er.

„Ich bin sehr skeptisch“, sagte auch FDP-Ratsherr Oliver Mies. Er wies darauf hin, dass es in Kirchhellen vor allem auch Probleme im morgendlichen Berufsverkehr gebe. Das Maßnahmenpaket der Stadt dürfte diese eher verstärken, befürchtet der Liberale.