Verbraucherberater warnen vor Ethanol-Feuerstellen

Ein Kamin im Wohnzimmer ist eine heiße Sache. Wer für Behaglichkeit und Wärme in seinen vier Wänden jedoch nicht mit einem Rauchabzug aufwarten kann, für den hält der Handel als Ersatz Ethanol-Feuerstellen bereit. Diese auch als Bio- oder Indoor-Kamine angebotenen Öfen sind einfach zu installieren und werden ohne Schornstein betrieben.

„Das alternative Spiel mit dem Kaminfeuer in den eigenen vier Wänden ist jedoch nicht zu unterschätzen“, warnt Anette Abraham, Beraterin der örtlichen Verbraucherberatungsstelle. „Ethanol-Feuerstellen geben ihre Verbrennungsstoffe direkt an die Raumluft ab. Sie besitzen zudem ein hohes Unfall- und Brandrisiko“, sagte sie.

Verbraucherschützer raten dazu, folgende Hinweise zu beachten:

Ethanol ist zum Heizen ungeeignet, da es sich bei Raumtemperatur leicht entzündet. Durch die Verbrennung entstehen Kohlendioxid und Wasser, die gegen Sauerstoff ausgetauscht werden müssen. So geht die Wärme zum Fenster hinaus, weil regelmäßig gelüftet werden muss.

Untersuchungen belegen, dass bei Betrieb eines Ethanol-Ofens sehr feine Verbrennungspartikel entstehen, die tief in die Lunge eindringen können. Auch krebserregende Substanzen wie Formaldehyd und Benzol sowie Stickstoffdioxid konnten trotz vorschriftsmäßiger Lüftung in der Raumluft nachgewiesen werden.

Für den Ethanol-Kaminersatz gilt das Gleiche wie für Kerzen: Das Feuer sollte nur unter Aufsicht, am besten mit einem Stabfeuerzeug, entfacht und stets im Blick gehalten werden. Wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, sollte auf eine Ethanol-Feuerstelle zur Sicherheit besser verzichtet werden.

Beim Nachfüllen ist das Risiko einer Explosion vorhanden. Daher gilt: Niemals eine brennende oder noch heiße Feuerstelle mit Ethanol auffüllen und die maximale Füllhöhe im Tank unbedingt beachten. Vorsicht: Bei vielen Ethanol-Öfen ist nicht zu erkennen, ob die Flamme noch brennt.